Polen hat die Erfüllung der Auflagen für die Ausrichtung der Endrunde 2012 am Mittwoch nochmals mit Nachdruck versichert.

Polens Premierminister Tusk beruhigt Platini

"In allen Belangen erfüllt"

sid
02. Juli 2008, 20:01 Uhr

Polen hat die Erfüllung der Auflagen für die Ausrichtung der Endrunde 2012 am Mittwoch nochmals mit Nachdruck versichert. "Der Plan, den wir und die UEFA akzeptiert haben, wird von polnischer Seite aus in allen Belangen erfüllt", erklärte der polnische Premierminister Donald Tusk auf einer Pressekonferenz im Beisein von Michel Platini, dem Präsidenten der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Platini traf sich am Mittwoch zu Vier-Augen-Gesprächen mit Tusk und dem polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczyinski. Der einstige französische Fußball-Weltstar hatte nach Abschluss der EM-Endrunde 2008 die 2012-Ausrichter Polen und Ukraine als Reaktion auf die Schwierigkeiten bei den Vorbereitungen gewarnt. Sollte es in den Hauptstädten der Länder keine Stadien geben, so Platini vor einigen Tagen, finde die EM dort nicht statt.

"Wir garantieren, dass wir die Investitionen umsetzen und die Stadien, Warschau eingeschlossen, termingerecht fertig haben werden", sagte Tusk. Platini, der auf seiner Inspektionsreise von weiteren neun UEFA-Delegierten begleitet wird, war nur Zuhörer und gab keine Statements ab. Der Europameister von 1984 reist am Donnerstag weiter zu Gesprächen in die Ukraine, die ebenfalls Probleme in der Vorbereitung hat. In Kiew wird sich Platini mit Ministerpräsidentin Julia Timoschenko und Staatspräsident Wiktor Juschtschenko treffen.

Bislang hat die UEFA bestritten, bereits einen Notfallplan erstellt zu haben, falls die EM-Vorbereitungen nicht rechtzeitig abgeschlossen sind. Der Kontinentalverband will eine endgültige Entscheidung über die Ausrichtung der Endrunde 2012 auf der nächsten Exekutiv-Sitzung am 25./26. September in Bordeaux treffen. Acht Spielorte, vier in jedem Land, sind vorgesehen. Neben Warschau sind das in Polen Posen, Breslau und Danzig. In der Ukraine sind dies Kiew, Donezk, Dnjepropetrowsk und Lviv.

Autor: sid

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