Das Aufrüsten für die neue Niederrheinliga nimmt beim 1. FC Union Solingen immer schärfere Konturen an. Ein neues, dennoch bekanntes Gesicht ist Marc Sesterhenn. Der rechte Verteidiger kommt vom Oberliga-Absteiger TuRU Düsseldorf zurück und hat bei den Klingenstädtern einen Ein-Jahresvertrag unterzeichnet.

Union Solingen: "Heimkehrer" Sesterhenn wieder da

"Solider Weg hat überzeugt"

sts
30. Juni 2008, 18:02 Uhr

Das Aufrüsten für die neue Niederrheinliga nimmt beim 1. FC Union Solingen immer schärfere Konturen an. Ein neues, dennoch bekanntes Gesicht ist Marc Sesterhenn. Der rechte Verteidiger kommt vom Oberliga-Absteiger TuRU Düsseldorf zurück und hat bei den Klingenstädtern einen Ein-Jahresvertrag unterzeichnet.

Sesterhenn spielte bereits zwei Jahre für Union, verließ den Verein jedoch nach dem finanziellen Tohuwabohu und dem anschließenden Zerfall des Oberliga-Teams vor zwei Spielzeiten.

Nach dem siebten Platz in der abgelaufenen Verbandsliga Niederrhein sieht der gelernte Immobilienkaufmann neue Perspektiven bei der Elf von Trainer Frank Zilles. "Bei Union wurde zuletzt ein solider Weg mit einer neuen Mannschaft eingeschlagen. Das hat mich überzeugt", zeigt sich der 27-Jährige sichtlich erfreut.

Über den eingeschlagenen Weg seiner bisherigen Karriere denkt er öfter nach. Als hoffnungsvolles Talent hatte es Sesterhenn bei Fortuna Düsseldorf aus der A-Jugend in das Regionalliga-Team unter Trainer Jürgen Gelsdorf geschafft. "Ich wollte damals unbedingt auch Profi-Fußball spielen, der Umbruch 2004 unter Trainer Massimo Morales war dann aber wohl doch dafür ausschlaggebend, dass es damit nicht geklappt hat."

Darüber hinaus war das Abitur und die darauf folgende Ausbildung stets ein wichtiger Aspekt, dem Großraum Düsseldorf treu zu bleiben. In der "Klartext"-Publikation "Kopfball, Einwurf, Nachspielzeit" betont er zudem, dass nur ein Wechsel zu einem ambitionierten Regional- oder Zweitligisten aus der nähren Umgebung in Frage gekommen wäre.

"Es ist sicherer, eine vernünftige Ausbildung zu haben und in der Oberliga weiter zu spielen, als nur auf den Fußball in der Regionalliga zu setzen", zeigt sich Sesterhenn realistisch und fügt hinzu: "Letztendlich lohnt es sich nicht, mit gutem Job in der Regionalliga zu spielen. Ich sehe aber auch, dass viele junge Spieler heutzutage deutlich besser gefördert werden als vor zehn Jahren."

Die Partien der Fortuna besucht er, wenn es die Zeit zulässt, regelmäßig. "Fortuna hat ein eingespieltes Team und wird bei entsprechenden Neuverpflichtungen sicher oben mitspielen", mutmaßt Sesterhenn. Im Oktober beendet er dann sein berufsbegleitendes Studium.

Neben der Lernerei für die Klausuren gilt die Konzentration aber hauptsächlich dem Aufstieg mit der Union. "Die NRW-Liga ist mit zahlreichen zweiten Mannschaften und jungen, motivierten Akteuren besetzt. Ich kann mir gut vorstellen, dort nächstes Jahr zu spielen." Vielleicht ja sogar mit der Union...

Autor: sts

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