Das zweite Halbfinale dieser EM gewann Spanien am Ende deutlich mit 3:0. Dabei liefen die Russen viel, ließen aber die Spritzigkeit vermissen.

EM: Russische Energieleistung reichte nicht aus

Auch Aragones-Elf muss sich steigern

Christopher Weckwerth
27. Juni 2008, 19:38 Uhr

Das zweite Halbfinale dieser EM gewann Spanien am Ende deutlich mit 3:0. Dabei liefen die Russen viel, ließen aber die Spritzigkeit vermissen.

So haben gleich drei Akteure der „Srbornaja“ die persönliche Elf-Kilometer-Grenze überschritten. Diese Laufbereitschaft zeugt von großem Engagement, ist in diesem Falle vielleicht aber auch ein Indiz für den Druck, den die Spanier ausübten. Immer wieder brachten die Mannen von Luis Aragones neue spielerische Varianten ein, wodurch Russlands Defensive gezwungen war, sich neu zu formieren. Die längsten Wege (11.598 m) legte Mittelfeldmann Sergej Semak zurück, da er sowohl hinten mitaushelfen als auch Impulse für die Offensive setzen musste. Mit ihm waren Zhirkov und Zyryanov aus dem eigenen Team sowie Andres Iniesta und Torschütze David Silva auf der anderen Seite die stärksten Läufer.

Insgesamt war es allerdings kein schnelles Match. Generell ist eine maximale Sprintgeschwindigkeit von etwa 30 km/h auf höchstem Niveau durchaus gewöhnlich. In dieser Paarung liegen die schnellsten Antritte nur bei 26 km/h. Bei den Russen erreichte Sergej Ignashevich den Wert, bei den Spaniern der eingebürgerte Marcos Senna sowie mit Xavi Hernandez der Mann, der den Führungstreffer markierte.

Während beide Mannschaften zwischenzeitlich ihre offensive Klasse zumindest aufblitzen ließen, trat erneut das große Manko der Russen in den Vordergrund: Die schlechte Chancenverwertung. Zudem boten sich den Iberern nach der Führung kurz nach der Pause mehr Räume für Konter, die vorbildlich ausgespielt wurden wie beim 3:0 durch Silva. Bei beiden Finalisten – Deutschland und Spanien – ist nach der Vorschlussrunde also noch Luft zur Besserung.

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Autor: Christopher Weckwerth

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