Eigentlich hatte sich Matias Concha seinen Juni ganz anders vorgestellt. Statt Ferien und Strand wollte der Rechtsverteidiger des VfL Bochum mit Schweden an der Europameisterschaft teilnehmen.

Schweden: Concha hatte seinen Juni anders geplant

Vor dem TV ins Viertelfinale

05. Juni 2008, 16:49 Uhr

Eigentlich hatte sich Matias Concha seinen Juni ganz anders vorgestellt. Statt Ferien und Strand wollte der Rechtsverteidiger des VfL Bochum mit Schweden an der Europameisterschaft teilnehmen.

Doch da Concha in der Rückrunde beim VfL nur noch die Auswechselbank drückte, verlor er auch seinen Platz im Kaders des Drei-Kronen-Teams. Nun sitzt er am Fernseher und wird von dort aus den Auftritt seiner Landsleute verfolgen. Zu den Chancen seines Teams befragt, äußert er sich positiv. "Wir haben zwar eine schwierige Gruppe, aber ich bin sicher, dass wir uns gemeinsam mit Spanien für die nächste Runde qualifizieren."

Am 14. Juni gibt es in Innsbruck ein Wiedersehen mit den Spaniern, mit denen man sich auch in der Qualifikation (2:0/0:3) einen packenden Kampf lieferte. Was für eine schwedische Mannschaft die Fans in Österreich erwarten dürfen, das weiß der Bochumer genau: "Der Trainer legt sehr viel Wert auf eine gute Organisation, vor allem in der Defensive. Hier liegt der Schwerpunkt der Arbeit von Trainer Lars Lagerbäck. Aber unsere Mannschaft hat auch enorme offensive Qualitäten." Da denkt Concha vor allem an Zlatan Ibrahimovic von Inter Mailand und Henrik Larsson aus Helsingborg. Concha: "Wir haben viele Stars in der Mannschaft, aber die beiden sind die herausragenden."

Er selbst ist darüber sehr erfreut, dass Tobias Linderoth noch in letzter Minute den Sprung ins EM-Aufgebot geschafft hat. Der 29-Jährige hat seit dem 29. November 2007 beim 3:0 von Galatasaray im UEFA-Pokal in Athen kein Spiel mehr für Istanbul bestritten. Doch beim 1:0 im Test gegen Slowenien meldete sich Linderoth mit dem Siegtor nachhaltig zurück.

Wie in Deutschland ist auch die Euphorie in Schweden riesig: "Die Teilnahme an der EM ist für meine Landsleute ganz wichtig. In Deutschland waren bei der WM schon viele Fans. Wenn wir Karten hätten, könnten wir die Stadien in Österreich alleine füllen."

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