Es bleibt dabei. „Ich bin weiterhin krank“, erklärt André Birker, eigentlich noch drei Jahre an die SG Wattenscheid gebundener Coach, der allerdings deutlich nicht mehr verantwortlich ist. Die neue Chefin heißt National-Akteurin Kerstin Stegemann, schon beim 1:0-Sieg über den HSV fungierte sie als Spielertrainerin.

SGW-Frauen: Birker weiter krank – was macht Agreiter?

Es geht um Kohle und Leumund

og
16. Mai 2008, 08:30 Uhr

Es bleibt dabei. „Ich bin weiterhin krank“, erklärt André Birker, eigentlich noch drei Jahre an die SG Wattenscheid gebundener Coach, der allerdings deutlich nicht mehr verantwortlich ist. Die neue Chefin heißt National-Akteurin Kerstin Stegemann, schon beim 1:0-Sieg über den HSV fungierte sie als Spielertrainerin.

Natürlich muss Birker so sprechen, schließlich geht es um Geld. Eine entscheidende Diskussion führte der 33-Jährige mit Norbert Herden, 2. Vorsitzender des Gesamtclubs, sowie Peter Oelmann, Aufsichtsratmitglied. Beide sind verantwortlich für die Frauenabteilung. Deren Sportlicher Leiter Hans-Peter Agreiter befand sich bis Anfang der Woche in einem Inselurlaub. „Wir erhielten Freitag vor dem HSV-Match die Krankmeldung vom Trainer“, erklärt Herden.

Einen Zusammenhang zwischen der Vorab-Zusammenkunft mit Birker nimmt der Architekt nicht wahr. „Ich sehe keinen Grund, sich daraufhin krank zu melden.“ Auch Erklärungsversuchen, dass es soziale Spannungen im Verhältnis Trainer – Team gegeben habe, nickt Herden nicht ab. „Über mögliche Konflikte und Grüppchenbildung wurde auch schon vorab gemutmaßt.“ Als Birker-Vorgängerin Tanja Schulte noch im Amt war. Herden wiegelt natürlich ab, dass es um die Frage der eigentlichen Qualität der Trainer-Arbeit geht. Er verweist auf Agreiter, der „für die Beurteilung im Vorfeld“ verantwortlich war. Herden: „Ich sage ja auch nicht, dass wir damit daneben gelegen haben.“ Alles heikel, wessen Leumund geht in diesem Zusammenhang über die Wupper?

Klar ist, man wird sich schwer tun, die Angelegenheit weiterhin in der Öffentlichkeit darzustellen. „Eine Krankheit ist ja auch irgendwann vorbei, dann werden wir sehen, was wir machen“, kündigt Herden an. Auch wenn ein Comeback von Birker auf der Bank komplette Absurdität darstellt, sagt Herden: „Man kann nichts ausschließen. Wir nehmen es so, wie es ist.“

Vor allen Dingen – wenn man die drei Jahre Vertragslaufzeit ansieht – wird es teuer. Schulte gehört als Bankverantwortliche der Vergangenheit an, Birker jetzt bald auch. Der sportliche Bereich ist reichlich unordentlich. Was macht Agreiter, der ja – so Herden – Verantwortung trägt? Und frisch aus dem Urlaub zurück ist, also gesund sein sollte. Interessant weiter, was aus möglichen Neuzugängen wird, die Birker initiierte: Janine Ganser, Sylke Tancyus (SG Schönebeck).

Autor: og

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