Manche Geschichten klingen zu ausgedacht, um wahr zu sein, und doch sind sie wirklich passiert. Wie diese hier.

BVB: Buckleys gedämpfte Freude über Premierentor

„Der liebe Gott wollte es so“

13. Mai 2008, 09:46 Uhr

Manche Geschichten klingen zu ausgedacht, um wahr zu sein, und doch sind sie wirklich passiert. Wie diese hier.

Da wartet Delron Buckley 58 quälend lange Bundesliga-Partien auf einen eigenen Treffer im Trikot von Borussia Dortmund, und dann erzielt er es ausgerechnet gegen seinen Ex-Club Arminia Bielefeld. Ein Tor, dass unter Umständen böse folgen für den DSC haben könnte. „Natürlich ist es mein Job, Tore zu machen. Das nehme ich sehr professionell. Aber trotzdem konnte ich nicht richtig feiern, weil ich in Bielefeld ein sehr tolles Jahr hatte und mir die Fans sehr am Herzen liegen.

Das war eine Sache von Respekt“, erklärte der Südafrikaner mit verkniffener Miene, warum er auf den obligatorischen Jubel nach seinem Treffer verzichtete. Eine wirkliche Erklärung für seine lange Durststrecke fand der ehemalige Torschützenkönig des VfL Bochum auch in der Stunde des Erfolgs nicht, und so musste sein Glaube aushelfen: „Der liebe Gott wollte das wohl so.“

Und der soll, wenn es nach Buckley geht, jetzt vermutlich dafür sorgen, dass die Arminia trotz des 2:2-Unentschiedens gegen den BVB die Klasse hält. „Ich hoffe, dass sie jetzt noch mal richtig Gas geben. Sie haben die Chance, die Klasse zu halten, und ich würde mir wünschen, dass sie es schaffen und wir uns nächstes Jahr hier wieder sehen“, richtete der 30-Jährige so auch aufmunternde Worte an seinen Nationalmannschaftskollegen Rouwen Fernandez, der gegen die Borussia nicht seinen besten Tag erwischte. Trotzdem bekam der Keeper nicht nur Aufmunterung, sondern auch neckische Kommentare von seinem Kumpel Buckley: „Ich habe ihm vor dem Match gesagt, dass ich gegen ihn treffe. Da hat er nur gelacht. Aber ich habe Recht behalten – zum Glück.“

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