Krays Trainer Wolfgang Priester ist momentan wirklich nicht zu beneiden. Mit den Gedanken im Hinterkopf, in der kommenden Saison nicht mehr Coach des FCK zu sein, versucht er derzeit alles, um sich und den scheidenden Spielern einen schönen Abschied zu bereiten. Dabei sind ihm jedoch die Hände gebunden, denn schon seit Wochen lässt Priester die gleiche Startelf auflaufen.

FC Kray: Die Probleme von Wolfgang Priester

"Nur ein glatter Durchschuss entschuldigt das Nichtspielen"

kru
29. April 2008, 08:44 Uhr

Krays Trainer Wolfgang Priester ist momentan wirklich nicht zu beneiden. Mit den Gedanken im Hinterkopf, in der kommenden Saison nicht mehr Coach des FCK zu sein, versucht er derzeit alles, um sich und den scheidenden Spielern einen schönen Abschied zu bereiten. Dabei sind ihm jedoch die Hände gebunden, denn schon seit Wochen lässt Priester die gleiche Startelf auflaufen.

"Ich kann nicht anders, habe keine Alternativen. Selbst die Spieler, die von Beginn an ran müssen, haben zahlreiche Wehwehchen", beschreibt er den Stand der Dinge. "Die Jungs haben sich inzwischen den Spruch auf die Fahne geschrieben: Nur ein glatter Durchschuss entschuldigt das Nichtspielen!" Sein Zusatz: "Vom Charakter her ist das die beste Mannschaft, die ich jemals trainiert habe."

Nur schade, dass es am Ende nicht für einen erfolgreichen Abschluss reicht. Oder sollte der FC Kray doch noch ins Aufstiegsrennen eingreifen? "Mit welchem Personal?", stellt Priester die Gegenfrage. "Wir gehen am Dienstag schon nicht mehr auf den Platz, sondern legen einen Pflegetag ein, an dem die Kicker behandelt werden." Also muss man sich hinterfragen, ob die Kaderplanung nicht vielleicht fehlerhaft war. "Diesen Vorwurf lasse ich mir nicht gefallen", hält Priester dagegen. "Ich konnte weder damit rechnen, dass wir plötzlich Bilal Rammo nicht mehr zur Verfügung haben, noch mit den schweren Verletzungen von Dusan Trebaljevac und Sebastian Rosbach."

Und jetzt ist auch noch Björn Matzel gesperrt, am letzten Sonntag war er beim 1:0-Sieg noch der Torschütze. Trotz des Dreiers hatte das Match in Rellinghausen einen faden Beigeschmack für Priester. "Nach zehn Minuten wurden unsere Akteure von einem Vorstandsmitglied kritisiert. Das war an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten", ärgert sich der Bankier. "Die Jungs kämpfen ohne Ende und er besitzt die Unverschämtheit, noch zu meckern. Wirklich unglaublich!"

Autor: kru

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