"Königsklasse" öffnet heute ihre Pforten

14. September 2004, 09:20 Uhr

Mit dem ersten Spieltag der Champions League beginnt heute wieder der Kampf um die begehrteste Trophäe im europäischen Vereins-Fußball. Neben Titelverteidiger FC Porto gelten Arsenal, Milan und "Barca" als Topfavoriten.

Das lange Warten hat ein Ende: Ab heute (20.45 Uhr/live bei Premiere) begeben sich die europäischen Spitzenklubs wieder auf die große Fußballbühne und starten mit großen Hoffnungen in die Gruppenphase der Champions League. Neben dem deutschen Meister Werder Bremen machen sich auch Titelverteidiger FC Porto, UEFA-Cup-Sieger FC Valencia sowie zahlreiche weitere Mitfavoriten (FC Chelsea, FC Arsenal, AC Mailand, FC Barcelona) auf den langen Weg Richtung Finale am 25. Mai 2005 im Istanbuler Atatürk-Stadion.

Mourinho kritisiert die UEFA

Doch schon vor dem Auftakt der "Königsklasse" gibt es Ärger. Trainer Jose Mourinho, der nach dem Titelgewinn mit Porto nun mit dem Starensemble des FC Chelsea den Europapokal gewinnen will, übte im Vorfeld heftige Kritik an der Terminplanung der Europäischen Fußball-Union (UEFA). "Es gibt nicht einen Coach der beteiligten Teams, der nicht noch eine Woche mehr Zeit zur Vorbereitung haben wollte. Es ist Sache der UEFA und wir müssen es akzeptieren, aber kein Trainer ist damit einverstanden", erklärte Mourinho vor der Partie des englischen Vizemeisters beim zweimaligen französischen Titelträger FC Paris St. Germain.

Die Äußerungen Mourinhos lassen erahnen, unter welchem Druck der Portugiese steht. Klub-Besitzer Roman Abramowitsch, der seit dem Beginn seines Engagements in London im Juli 2003 rund 350 Millionen Euro in das Team investiert hat, verlangt nichts anderes als den Titel. Mourinho, der auf die Dienste des deutschen Nationalspielers Robert Huth bisher keinen gesteigerten Wert legte, vertraut im Kampf um die europäische Fußball-Krone vor allem auf seine Defensivspezialisten Ricardo Carvalho und Paulo Ferreiro, die er aus Porto mit an die Themse brachte.

Chelsea und Porto kreuzen die Klingen

Der Cup-Verteidiger aus Portugal geht allerdings trotz der Abgänge des Trainers und zahlreicher Leistungsträger zuversichtlich in das "Unternehmen Champions League". "Ich glaube nicht, dass wir viel schwächer sind. Der Verein war sehr sorgsam bei der Auswahl der Zugänge", meinte Torwart Vitor Baia vor der Auftaktbegegnung gegen den russischen Meister ZSKA Moskau. Ob Baia im stärkeren Team spielt oder Mourinho die bessere Mannschaft trainiert, wird sich schon bald zeigen, denn Chelsea und Porto begegnen sich bereits in den Gruppenspielen.

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