Für den Moerser Landesligisten GSV 1900 Moers läuft es derzeit optimal. Nach dem 1:0-Auswärtssieg am letzten Wochenende beim Tabellenzweiten und direkten Verfolger des GSV, der Spvgg. Sterkrade, ist die Euphorie am linken Niederrhein groß. Sechs Siege in Folge, 22 Punkte und eine immer besser in Fahrt kommende Mannschaft wecken bereits leichte Aufstiegshoffnungen. Für den Trainer der Gelb-Schwarzen, Siegfried

Im Interview: Siegfried Sonntag (Trainer GSV Moers)

"Es war wichtig, ruhig zu bleiben"

Moritz Rieckhoff
19. Oktober 2006, 19:29 Uhr

Für den Moerser Landesligisten GSV 1900 Moers läuft es derzeit optimal. Nach dem 1:0-Auswärtssieg am letzten Wochenende beim Tabellenzweiten und direkten Verfolger des GSV, der Spvgg. Sterkrade, ist die Euphorie am linken Niederrhein groß. Sechs Siege in Folge, 22 Punkte und eine immer besser in Fahrt kommende Mannschaft wecken bereits leichte Aufstiegshoffnungen. Für den Trainer der Gelb-Schwarzen, Siegfried "Siggi" Sonntag, war es ohnehin eine Woche zum feiern. Am vergangenen Dienstag wurde der Mann hinter der Kreidelinie 51 Jahre alt. Nur ein Grund für revierkick.de den GSV- Übungsleiter zum Interview zu bitten. Vor dem Spiel am Sonntag gegen den SV 1913 Walbeck sprach der Übungsleiter über den holprigen Saisonstart, die Kritik in der örtlichen Presse und die Heimstärke seines Teams.

revierkick.de: Hallo Herr Sonntag. Erst einmal alles Gute nachträglich zu ihrem Geburtstag.

Sonntag: "Vielen Dank. Was sie nicht allles wissen" (lacht)
revierkick.de: Glückwunsch auch zum Sieg in Oberhausen. Das war ein hartes Stück Arbeit, oder?

Sonntag: "Ja, das ist richtig. Mit einem Remis hätte ich nach diesem Spielverlauf auch leben können. Meine Mannschaft hat ein tolles Spiel abgeliefert und letztendlich war der Sieg nicht unverdient."

revierkick.de: Also vollste Zufriedenheit mit allen Mannschaftsteilen?

Sonntag: "Ja, wenn man beim Tabellenzweiten gewinnt und darüber hinaus ein gutes Spiel zeigt, dann gibt es einfach nichts zu meckern. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen.Wir waren in den entscheidenden Situationen einfach ruhiger und haben abgeklärter agiert."[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_113.jpg "Sigi" Sonntag ist verheirat und hat zwei Kinder. Bisherige Vereine. Als Spieler war er für Hamborn 07, MSV Duisburg und SuS Dinslaken 09, als Trainer für VfB Lohberg, Hamborn 07, Jahn Hiesfeld und Olympia Bocholt aktiv. Seit Sommer 2006 ist er Trainer beim GSV Moers.[/imgbox]

revierkick.de: Das war gerade zum Beginn der Saison nicht immer so. Am dritten Spieltag gab es sogar eine 1:6- Pleite im Derby bei TuS Lintfort.

Sonntag: "Dieses Spiel hängt uns noch immer nach. Das Derby so zu verlieren, tat natürlich richtig weh. Die Mannschaft hat sich jetzt aber berappelt und es läuft mittlerweile richtig gut."

revierkick.de: Welche Gründe sehen sie für den etwas schwierigen Saisonstart?

Sonntag: "Die Gründe dafür sind vielschichtig. Zum einen kam ich als neuer Trainer vor der Saison und kannte die Mannschaft nicht so gut. Natürlich kannte mich die Mannschaft auch nicht. Zudem hat der Verein zwölf Neuzugänge zu verzeichnen gehabt. Die zu integrieren, war am Anfang nicht so einfach. Mittlerweile spielen aber acht von ihnen regelmäßig von Anfang an. Zudem kam die Systemumstellung. Ich habe von einem System mit Libero und zwei Manndeckern auf eines mit Viererkette, beziehungsweise Dreierabwehrkette umgestellt. Kurz gesagt: Die Jungs mussten sich erst einmal finden."

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Autor: Moritz Rieckhoff

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