Heute Abend steigen die restlichen vier Partien des Champions-League-Achtelfinals. Vor allem Manchester United will beim FC Porto die schwachen Leistungen der letzten Wochen vergessen machen. Turin muss nach La Coruna.

Manchester United in Porto unter Zugzwang

er
25. Februar 2004, 08:47 Uhr

Heute Abend steigen die restlichen vier Partien des Champions-League-Achtelfinals. Vor allem Manchester United will beim FC Porto die schwachen Leistungen der letzten Wochen vergessen machen. Turin muss nach La Coruna.

Auf der Jagd nach einem Titel ruhen die Hoffnungen von sieben europäischen Spitzenteams derzeit vor allem auf der Champions League. Während sich in der heimischen Liga nur UEFA-Cup-Sieger FC Porto auf Meisterschaftskurs befindet, stehen Manchester United, Juventus Turin, Deportivo La Coruna, Real San Sebastian, Olympique Lyon, der FC Chelsea London und der VfB Stuttgart in den heutigen Achtelfinal-Hinspielen der europäischen "Königsklasse" (20.45 Uhr) unter großem Erfolgsdruck.

"ManU" muss gegen den FC Porto antreten

Besonders für "ManU" bietet sich in Porto beim ersten internationalen Auftritt in diesem Jahr eine gute Gelegenheit zur Wiedergutmachung für die jüngste Durststrecke in der englischen Premier League. Denn nach nur einem mageren Punkt aus den beiden letzten enttäuschenden Heimspielen gegen Leeds United (1:1) und den FC Middlesbrough (2:3) sowie sieben Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Arsenal London scheint das Meisterschafts-Rennen auf der Insel für den Titelverteidiger schon so gut wie verloren.

Das Aus in der Champions League wäre in dieser Situation ein herber Rückschlag. "Das Spiel in Porto ist extrem wichtig für uns", sagt Manchesters Nationalspieler Phil Neville: "Wir müssen endlich wieder erfolgreichen Fußball spielen, zur Not auch auf Kosten des schönen Spiels. Denn wenn wir so weitermachen wie in den vergangenen Wochen, fliegen wir aus dem Wettbewerb."

Auch "ManU"-Teamchef Sir Alex Ferguson glaubt keinesfalls an einen Spaziergang ins Viertelfinale: "Wir müssen unsere beste Leistung bringen, denn ohne die kommen wir nicht weiter." Immerhin ist Porto in der Meisterschaft noch unbesiegt - und auch in den Gruppenspielen der Champions League verloren die Portugiesen nur einmal: gegen Real Madrid. "Mit ihrer aggressiven Spielweise und der Erfahrung einiger Spieler sind sie ein gefährlicher Gegner", sagte Ferguson.

Turin reist nach La Coruna

Mit Respekt empfängt auch La Coruna den letztjährigen Finalisten Juventus. Für Deportivos brasilianischen Nationalspieler Mauro Silva ist Juve eines der schwersten Lose im Achtelfinale. "Sie sind sicher eine der stärksten und erfahrensten Mannschaften im gesamten Wettbewerb. Ihre Stürmer Alessandro Del Piero und Marco Di Vaio sind eigentlich kaum zu stoppen."

Im vergangenen Jahr scheiterte La Coruna bereits in der Gruppenphase an Turin, das sich erst im Endspiel dem italienischen Dauerrivalen AC Mailand geschlagen geben musste. "Unsere einzige Chance ist, 90 Minuten lang voll konzentriert zu sein und Juve keinen Raum zur Entfaltung zu bieten", erklärte Mauro Silva. Ein Weiterkommen wäre für beide Teams sehr wichtig, liegen sie doch in ihren nationalen Ligen derzeit nur auf dem dritten Platz - mit jeweils sechs Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter Real Madrid und AC Mailand.

San Sebastian mit dem Rücken zur Wand

Kaum noch eine Chance auf die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb hätte indes San Sebastian bei einem Ausscheiden im Champions-League-Achtelfinale. Als aktueller 13. der Primera Division stehen die Basken vor dem Duell mit Olympique Lyon bereits mit dem Rücken zur Wand. Doch auch der französische Meister mit Stürmer Giovane Elber ist im Titelrennen daheim derzeit in der Verfolger-Rolle - vier Punkte hinter Tabellenführer AS Monaco.

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