Merk: "Dies wird mir keiner nehmen können"

lb
27. Mai 2003, 12:33 Uhr

Schiedsrichter Dr. Markus Merk wird am Mittwoch das Champions League-Finale zwischen dem AC Mailand und Juventus Turin leiten. "Ich erwarte eine schwere Aufgabe", äußerte sich der Zahnarzt in einem Gespräch mit dem sid.

Schiedsrichter Dr. Markus Merk wird am Mittwoch beim Champions League-Finale zwischen dem AC Mailand und Juventus Turin im Stadion "Old Trafford" von Manchester die Leitung übernehmen. In einem Gespräch mit dem sid äußert sich der Zahnarzt aus Kaiserslautern zu der bevorstehenden Aufgabe.

sid: "Herr Merk, Sie leiten am Mittwoch in Manchester das Champions-League-Finale zwischen Juventus Turin und dem AC Mailand. Welchen Stellenwert hat diese Aufgabe für Sie?

Markus Merk: "Ich weiß, dass das Spiel am Mittwoch das absolute Fußball-Highlight des Jahres ist. Natürlich ist es auch ein Highlight in meiner Karriere, bei dieser Riesennummer mittendrin zu stehen. Was immer auch passiert, dieses Erlebnis wird mir keiner mehr nehmen können. Andererseits werte ich auch jeden Tag als Highlight, an dem ich morgens gesund aufstehen darf."

sid: "Seit wann wissen Sie von der Berufung?"

Merk: "Seit zwei Wochen. Es ist normal, dass die Entscheidung dann noch bis zwei, drei Tage vor dem Spiel geheim gehalten wird. Für mich ist das Finale ohnehin erst seit Sonntag das Thema Nummer eins, denn am Samstag hatte ich in der Bundesliga beim Spiel 1. FC Nürnberg gegen Bayer Leverkusen noch eine schwere Aufgabe zu bewältigen. Für mich ist immer das nächste Spiel das wichtigste, insofern habe ich das Thema Champions-League-Finale noch ein wenig nach hinten gedrängt."

sid: "Was erwarten Sie für Mittwoch?"

Merk: "Ich erwarte eine schwere Aufgabe, schließlich ist es ein italienisches Duell, in dem Emotionen eine große Rolle spielen werden."

sid: "Sie sind gemeinsam mit ihren Assistenten Heiner Müller und Christian Schräer nominiert. Vierter Offizieller in Manchester wird Wolfgang Stark sein. Bereitet sich das Team auf so ein wichtiges Spiel anders vor als auf andere Spiele?"

Merk: "Zunächst einmal ist diese Nominierung für das ganze Team ein riesiger Vertrauensbeweis. Aber anders vorbereiten werden wir uns trotzdem nicht. Wir waren schon in allen möglichen Spielen in aller Herren Länder im Einsatz. Es wäre völlig falsch, die gewohnte Vorbereitung zu ändern."

Autor: lb

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