Der VfL Wedau hat beim Liga-Jahresauftakt für eine dicke Überraschung gesorgt. Am frühen Nachmittag besiegte der von Michael Bonetzki gecoachte A-Ligist den Tabellenzweiten der Staffel 1, RWS Lohberg, mit 2:1. Eine gelungene Revanche für die im Hinspiel erlittene 0:1-Niederlage in Lohberg machten VfL- Neuzugang Sebastian Zemelka und Christoph Lemm mit ihren Treffern möglich. Für den favorisierten Gast traf Mannschaftsführer Messut Yildirim.[i] Ein Ortstermin[/i]

Kreis DU/MH/DIN: VfL Wedau - RWS Lohberg 2:1 (0:0) (Ortstermin)

Der Mann mit dem goldenen „Händchen“

Moritz Rieckhoff
24. Februar 2008, 18:24 Uhr

Der VfL Wedau hat beim Liga-Jahresauftakt für eine dicke Überraschung gesorgt. Am frühen Nachmittag besiegte der von Michael Bonetzki gecoachte A-Ligist den Tabellenzweiten der Staffel 1, RWS Lohberg, mit 2:1. Eine gelungene Revanche für die im Hinspiel erlittene 0:1-Niederlage in Lohberg machten VfL- Neuzugang Sebastian Zemelka und Christoph Lemm mit ihren Treffern möglich. Für den favorisierten Gast traf Mannschaftsführer Messut Yildirim.[i] Ein Ortstermin[/i]

„Wir wollen unbedingt die Pleite aus dem Hinspiel egalisieren“, gab VfL-Übungsleiter Bonetzki die Marschroute für den Tabellen-Neunten vor dem Match vor. Trainerkollege Mahmut Tas umschrieb die Gemütslage vor dem Start in die entscheidende Ligaphase wie folgt: „Wir spielen bis jetzt eine tolle Runde. Heute wollen wir erst einmal ins Spiel kommen und dann natürlich auch etwas mitnehmen.“ Und langfristig? „Da wollen wir in dieser Saison für positive Schlagzeilen sorgen“, umging der Coach die Frage nach dem möglichen Aufstieg. Vielleicht hatte er geahnt was ihn in den kommenden 90 Minuten erwarteten würde.

Der VfL zeigte sich von Beginn an bissig, stand nah am Mann[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/371-4417_preview.jpeg War glücklich über die starke Leistung seines Teams: VfL-Trainer Michael Bonetzki[/imgbox] und ließ die sonst so spielstarken Gäste nur selten zum Zuge kommen. Einzig Murat Dinc hätte den Favoriten in der achten Minute des Spiels in Führung bringen können, doch sein sehenswerter Kopfball klatschte lediglich an die Latte des Wedauer Gehäuses. Der Rest war schnell erzählt. „Wir stehen hinten extrem gut und haben deshalb bislang nichts anbrennen lassen“, bilanzierte ein zufriedener Bonetzki zur Pause und hatte mit der Einwechslung von Sebastian Zemelka die passende Antwort auf die bis hier hin doch sehr dürftig ausgefallenen Offensiv-Bemühungen seiner Elf parat.

So nahmen die zweiten 45 Minuten dann auch umgehend Fahrt auf. Als die meisten der lediglich rund 40 zahlenden Zuschauer auf der Platzanlage an der Masurenalle sich noch nicht wieder auf ihre Plätze begeben hatten, stach Neuzugang und Joker Zemelka auch schon (47.). Passgeber Lemm, der zusammen mit VfL Kapitän und Abwehrchef Norman Ron bester Mann auf dem Feld war, erhöhte zwanzig Minuten vor dem Schlusspfiff der Partie auf 2:0 für die jetzt überlegenen Hausherren. Schützenhilfe leistete dabei ausgerechnet Selimiyespor-Goalie Yasin Kuzu, der einen harmlosen Ball nicht festhalten konnte und so Torschütze Lemm seinen Treffer praktisch auflegte.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/666-6860_preview.jpeg Waren oft einen Schritt schneller als der Gegner: Die Spieler des VfL Wedau[/imgbox]

Doch die Tas-Elf zeigte Moral und schoss sich mit dem Anschlusstreffer von Team-Kapitän Yildirim (72.) noch einmal zurück in die nun hochklassige Kreisliga-Begegnung. Und hätte VfL-Keeper Michael Böhne zehn Minuten vor dem Ende nicht mit einer Glanzparade den ebenso hervorragenden Schuss von Yildirim entschärft, dann wären die Dinslakener wenigstens mit einem Punkt zurück an die Emscher gefahren. „Wir sind heute nicht so richtig in Tritt gekommen“, bilanzierte ein sichtlich enttäuschter Tas nach dem Abpfiff, lobte den Gegner und übte Kritik an seinem Torhüter: „Wedau war sehr stark. Von meinem Torwart kann ich das leider nicht behaupten.“[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/668-6865_preview.jpeg Schossen den VfL zum Sieg: Christoph Lemm (rechts) und Sebastian Zemelka (links)[/imgbox]

Rund herum zufrieden waren hingegen die Matchwinner Zemelka und Lemm: „Das war eine super zweite Hälfte“, strahlten beide unisono und Zamelka schob mit einem Augenzwinkern nach: „Da hätte mein Coach auch ruhig von Anfang an auf mich setzen können.“ Und der Angesprochene reagierte prompt und war voll des Lobes: „Meine Mannschaft hat verdient gewonnen. Für unseren ersten Torschützen war es natürlich ein Einstand nach Maß.“

Autor: Moritz Rieckhoff

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