Derbys sind in dieser Saison keine Sache für die DEG Metro Stars: In drei Partien setzte es Niederlagen gegen die Krefeld Pinguine, ebenfalls in drei Matches nun die dritte Pleite gegen den Erzrivalen Kölner Haie. Zwar brachte Jamie Wright die Gäste in der Domstadt in Führung, doch im Mittelabschnitt vergeigten die Düsseldorfer diese komplett. Mit dem 1:3 nach 40 Spielminuten war der achtmalige deutsche Meister noch gut bedient, denn zwei weitere Kölner Treffer ließ Schiedsrichter Rick Looker nicht gelten.

Kölner Haie - DEG Metro Stars 4:1

Reid und das Manko der Saison

Georg Amend
24. Januar 2008, 17:45 Uhr

Derbys sind in dieser Saison keine Sache für die DEG Metro Stars: In drei Partien setzte es Niederlagen gegen die Krefeld Pinguine, ebenfalls in drei Matches nun die dritte Pleite gegen den Erzrivalen Kölner Haie. Zwar brachte Jamie Wright die Gäste in der Domstadt in Führung, doch im Mittelabschnitt vergeigten die Düsseldorfer diese komplett. Mit dem 1:3 nach 40 Spielminuten war der achtmalige deutsche Meister noch gut bedient, denn zwei weitere Kölner Treffer ließ Schiedsrichter Rick Looker nicht gelten.

Doch auch so war die Partie entschieden, das Empty-Net-Goal von Todd Warriner hatte nur noch statistischen Wert. DEG-Trainer-Manager Lance Nethery war auch tags darauf noch enttäuscht von der erneut unterdurchschnittlichen Leistung seines Teams: „Das ist das Manko dieser Saison, dass dem Gegner ein gutes Drittel genügt, um uns zu schlagen“, seufzte der Kanadier.

Woran das liegt, konnte er aber nicht beantworten: „Wenn ich das wüsste, hätte ich schon etwas dagegen getan.“ Ein Problem ist in jedem Fall die Chancenverwertung. Nethery: „Wir hatten nach dem 1:0 in Köln noch zwei, drei gute Möglichkeiten, das 2:0 zu machen, nutzen die aber nicht. Damit bauen wir den Gegner wieder auf.“

Namen wollte er nicht nennen, aber wie so oft in dieser Saison war es unter anderem Brandon Reid – der unter Fans den Ruf eines ineffektiven Kringeldrehers hat – der den Puck nicht ins Tor brachte. Hinzu gesellte sich Jeff Panzer, der im Vorjahr noch eine wichtige Stütze des Teams war, nun aber seiner Form meilenweit hinterher läuft. Die mangelhafte Chancenverwertung von Reid und Panzer macht das „Manko dieser Saison“, wie Nethery es nannte, mehr als deutlich.

Hinzu kamen diesmal Undiszipliniertheiten in der Abwehr, in der etwa Marian Bazany zweikampfschwach war und die Routiniers Peter Ratchuk und Andy Hedlund zusammen sechs von acht Düsseldorfer Strafen kassierten. „An Jochen Reimer liegt es nicht“, nahm Nethery seinen Ersatztorwart für den erneut verletzten Jamie Storr betont in Schutz. „Wir lassen ihn zu oft alleine.“

Höhepunkt kurz vor der zweiten Pause, als Hedlund sich mit einem Check von hinten eine Zehn-Minuten-Strafe einfing, während Ratchuk schon auf der Strafbank hockte. Kaum waren die beiden stärksten DEG-Verteidiger vom Eis, traf Köln zum vorentscheidenden 3:1. Da neben den langzeitverletzen Abwehrspielern Robert Dietrich, Marko Nowak und Korbinian Holzer diesmal auch Eric Werner in der Defensive fehlte, war die DEG nicht nur im Angriff zahnlos, sondern auch hinten überfordert.

Verletzungspech und Abschlussschwächen – beides ist ein Manko der Saison. Ob das morgen gegen den Tabellenvierten Frankfurt Lions abgestellt werden kann, ist mehr als fraglich.

Autor: Georg Amend

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