Aus der 2. Handball-Bundesliga zum aktuell besten Verein in Deutschland, der SG Flensburg-Handewitt. Für Hamms Rückraumspieler Sebastian Schneider wird dieser Wechsel Wirklichkeit. RevierSport sprach mit dem 22-Jährigen über die Erfüllung eines Traumes, Mittwochabende vor dem Fernseher und die große sportliche Herausforderung bei einer der besten Mannschaften Europas.

ASV Hamm: Sebastian Schneider wechselt nach Flensburg

„Ein absoluter Traum“

kub
23. Januar 2008, 08:50 Uhr

Aus der 2. Handball-Bundesliga zum aktuell besten Verein in Deutschland, der SG Flensburg-Handewitt. Für Hamms Rückraumspieler Sebastian Schneider wird dieser Wechsel Wirklichkeit. RevierSport sprach mit dem 22-Jährigen über die Erfüllung eines Traumes, Mittwochabende vor dem Fernseher und die große sportliche Herausforderung bei einer der besten Mannschaften Europas.

Sebastian Schneider, Sie hatten auch schon letztes Jahr Angebote aus der Ersten Liga, hatten diese aber abgelehnt. Warum?
Ja, da gab es auch schon Anfragen, aber ich habe mich entschieden, noch ein Jahr in Hamm zu bleiben. Ich wollte nach einem guten Jahr nicht sofort wechseln.

Jetzt geht es im Februar nun doch in die Bundesliga und dann auch noch zum Tabellenführer…
Da geht definitiv ein Traum in Erfüllung. So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben und die will ich jetzt auch nutzen. Ich werde auf jeden Fall viel lernen und freue mich riesig darauf.
Wie ist denn der Kontakt nach Flensburg zustande gekommen?

Den ersten Kontakt gab es schon im Dezember. Da ist die SG an mich herangetreten und hat sich erkundigt, wie lange ich noch Vertrag habe und ob ich mir einen Wechsel überhaupt vorstellen könne. Fynn Holpert hat mich dann nach Flensburg eingeladen und ich habe mir dort alles angesehen. Danach war klar, dass ich im Sommer wohl wechseln werde, weil bis da mein jetziger Vertrag lief. Begünstigt wurde das alles auch dadurch, dass Flensburg jetzt verstärkt junge deutsche Spieler in den Kader holen will.

Dann ist aber alles viel schneller gegangen.
Ja, nachdem Frank von Behren den Verein verlassen hat, wollten die Verantwortlichen mich gerne sofort holen und daher ging alles viel schneller als erwartet. Ich hatte auch zu Kay Rothenpieler und Franz Dressel schon im Vorfeld gesagt, dass ich bei einem solchen Traumangebot wechseln möchte. Anders hätte es ausgesehen, wenn Minden oder Melsungen angefragt hätten. Die Beiden haben dafür auch volles Verständnis.

Mit der großen Konkurrenz haben Sie keine Probleme?
Natürlich wird es schwer, sich in Flensburg durchzusetzen. Aber diese Möglichkeit muss man einfach nutzen. Ich habe auch mit Trainer Kent-Harry Andersson gesprochen und der sagte mir, wenn ich voll Gas geben werde, bekomme ich auch meine Chancen. Kasper Nielsen und Blazenko Lackovic sind auch mit ihren Nationalteams viel unterwegs, dieses Jahr ist ja auch Olympia. Daher werde ich laut Trainer in der Vorbereitung für die nächste Saison viele Spielanteile erhalten. Und wenn ich gut spiele, meinte er, warum soll er mich dann nicht einsetzen?
Kennen Sie schon Spieler des Flensburger Teams?
Wenn ich ehrlich bin, nur aus dem Fernsehen. Als Jugendspieler habe ich die SG mittwochs oft auf DSF gesehen.
Wie haben Ihre Mitspieler in Hamm reagiert?
Das waren alles positive Resonanzen. Alle haben mir gratuliert, als der Trainer den Wechsel verkündet hat, und sie haben mir auch positiv zugesprochen, dass ich das sportlich schaffen kann.

Autor: kub

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