Während man mit dem Aufsteiger TSV Heimaterde Mülheim und den Sportfreunden Altenessen als Kellerkindern rechnen konnte, stehen zwei Teams eher überraschend im unteren Drittel der Tabelle. Der SV Kupferdreh wollte nach der tollen Rückrunde in der letzten Spielzeit richtig angreifen, der FC Remscheid hat sich sogar das große Ziel Meisterschaft auf die Fahne geschrieben. Nachdem man in der vergangenen Saison nur der Spvg Radevormwald den Vortritt lassen musste, war dieses Vorhaben durchaus verstänlich, auch wenn es bis dato kläglich gescheitert ist.

LL Niederrhein 1: Halbjahres-Rückblick (Teil 3)

Zwei Überraschungen im Keller

kru
19. Januar 2008, 09:44 Uhr

Während man mit dem Aufsteiger TSV Heimaterde Mülheim und den Sportfreunden Altenessen als Kellerkindern rechnen konnte, stehen zwei Teams eher überraschend im unteren Drittel der Tabelle. Der SV Kupferdreh wollte nach der tollen Rückrunde in der letzten Spielzeit richtig angreifen, der FC Remscheid hat sich sogar das große Ziel Meisterschaft auf die Fahne geschrieben. Nachdem man in der vergangenen Saison nur der Spvg Radevormwald den Vortritt lassen musste, war dieses Vorhaben durchaus verstänlich, auch wenn es bis dato kläglich gescheitert ist.

SV Kupferdreh
Nach der beeindruckenden Rückrunde der letzten Saison hatte man den SV Kupferdreh eigentlich weiter oben auf der Rechnung, zu mal alle Leistungsträger gehalten werden konnten. Statt dessen hatte Trainer Rolf Hahner mit einigen Ausfällen zu kämpfen, die nicht zu kompensieren waren. Es fing an beim letztjährigen Torschützenkönig Markus Dymala, der nach seiner Knie-Operation im Sommer nicht zu seiner alten Stärke zurückfand. Gerade in den letzten Matches schleppten sich die Kupferdreher förmlich in die Winterpause. Nun will Hahner mit seiner Truppe in der Rückrunde angreifen. Vielleicht gelingt ihm ja eine ähnliche Aufholjagd wie in der letzten Spielzeit.

FC Remscheid
Auch wenn sich der FC Remscheid inzwischen ein wenig gefangen hat, musste man sich gerade am Anfang der Spielzeit ernsthafte Gedanken um den Traditionsclub machen, der einst in der Zweiten Bundesliga aktiv war. Ein Abstieg in die Bezirksliga ist zwar immer noch nicht vom Tisch, man hat jedoch das Gefühl, dass der neue Coach Zeljko Nikolic das Team besser im Griff hat als sein Vorgänger Lothar Steinhauer. Wenn der Defensive mehr Stbuilität verleiht werden kann, ist eine Aufholjagd des FCR durchaus denkbar. 29 Gegentreffer sind einfach viel zu viele.
ESC Rellinghausen
Man kann sich kaum vorstellen, dass die zahlreichen Baustellen im Verein wieder alle gekittet werden können. Erst wurde Trainer Thomas Deges entlassen, woraufhin fast der gesamte Kader die Abmeldung einreichte. Also sah sich der Vorstand zu der Maßnahme gezwungen, Deges wieder zurückzuholen. Alles gleicht eher einem Kasperle-Theater, das man ganz schnell in den Griff bekommen sollte, denn so schlecht hat man sich in der Hinserie als Aufsteiger doch gar nicht geschlagen.
TuS Neviges
Mit Joachim Dünn als Coach und einer komplett neu formierten Truppe sollten in Neviges bessere Zeiten anbrechen. Das Gegenteil geschah, vor allem Knipser Yasser Juma wurde schmerzlich vermisst. Aber nicht mal eine kränkelnde Offensiv war das Problem, sondern viel mehr die Anfälligkeit im Abwehr-Bereich. 44 Gegentore in 17 Matches sind eindeutig zu viel. Zudem trennte man sich sechs Mal Remis, was einen nicht so richtig weiterbringt. Nur Dreier helfen einem im Abstiegskampf, der bei sieben Zählern Rückstand auf Tabellen-Nachbar Rellinghausen für den neuen Trainer Stephan Wald eine schwierige Aufgabe wird.
SF Altenessen
Schon vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt werden die Sportfreunde Altenessen dieser Rolle auch gerecht. Man kann sich kaum vorstellen, dass sich die 18er noch aus diesem Sumpf herausziehen können, viel zu unkonstant präsentierte sich die Elf vom Nordfriedhof. Außerdem scheint der neu formierten Truppe auch die Qualität für die Landesliga zu fehlen. Vielleicht ist auch die Lücke, die Altenessens Kult-Trainer Rolf Gramatke hinterlassen hat, zu groß.
Heimaterde Mülheim
So verheißungsvoll wie man vor allem auf heimischem Platz in die Saison startete, so tief fiel die Truppe von Trainer Dieter Hekelüdecke auch wieder. Zwar kann man der Mannschaft in den meisten Fällen vom kämpferischen Einsatz her kaum einen Vorwurf machen, jedoch ist man stellenweise einfach zu grün hinter den Ohren. Das zeigen auch die 47 kassierten Treffer. Zudem erzielt man im Schnitt weniger als ein Tor pro Match. So hat man in dieser Klasse einfach keine Chance.

Autor: kru

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