Heute soll sich dieses Tagebuch ausnahmsweise mal nicht um das runde Leder, sondern um die weite Welt des Films handeln. Doch bevor jetzt in der Heimat die verantwortlichen Redakteure graue Haare bekommen: Ein paar Fußballer kommen natürlich auch vor. Aber soll man es unerwähnt lassen, wenn man auf echte Filmprominenz trifft?

Tagebuch aus dem Dortmunder Trainingslager

Tag vier, Montag, 14. Januar 2008

14. Januar 2008, 20:26 Uhr

Heute soll sich dieses Tagebuch ausnahmsweise mal nicht um das runde Leder, sondern um die weite Welt des Films handeln. Doch bevor jetzt in der Heimat die verantwortlichen Redakteure graue Haare bekommen: Ein paar Fußballer kommen natürlich auch vor. Aber soll man es unerwähnt lassen, wenn man auf echte Filmprominenz trifft?

Zuerst begegnete ich im „Westin La Quinta“-Hotel gleich 22 FC Hollywood-Größen, dann lief mir beim Dortmunder Testkick gegen den SC Paderborn „Twins“-Superstar Danny De Vito über den Weg. Oder besser gesagt, über den Platz. Der gute Mann arbeitet nebenberuflich nämlich neuerdings als Dorf-Schiedsrichter in Andalusien.

Das war leider auch die einzig neue Erkenntnis, die das standesgemäße 3:1 der Borussen über die als Zweitliga-Absteiger fast schon feststehenden Paderborner zu bieten hatte. Aber was will man auch von solch einem Test erwarten? Großtaten sicher nicht, sonst holt nachher wieder jemand vorschnell die Papp-Meisterschale vom Dachboden, und ist am Ende bitter enttäuscht, weil es doch nur zu Platz zehn gereicht hat.

Für Besserung, also den Sprung auf Platz acht oder neun, könnte zumindest „Toni“ Rukavina sorgen. Der Junge kann wenigstens Flanken schlagen, und hat damit nicht nur den meisten seiner Dortmunder Kollegen einiges voraus.

Für morgen ist dann ein weiterer Höhepunkt der Dortmunder Tage in Marbella angesetzt: Der Journalistenkick, bei dem es sich der ein oder andere Borussen-Profi sicher nicht nehmen lässt, den Spieß einmal umzudrehen. Ich kann mir jetzt schön das hämische Grinsen von Kringe, Petric und Co vorstellen...

Wenn es ganz übel kommt, schauen auch noch die Bayern vorbei, die sich hier bislang völlig frei von Allüren präsentieren. Egal ob die Journalisten als zusätzliche Hürden beim Hindernislauf fungieren oder die Fotografen ihre Objektive in Oli Kahns Nase bohren, Ottmar Hitzfeld bewahrt seine Ruhe und strahlt größtmögliche Zufriedenheit aus. Da scheint sich jemand wirklich auf den Expertenjob bei Premiere zu freuen.

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