Schwache Hinrunde nach Bundesligaaufstieg: Mit nur fünf Punkten aus 13 Spielen schloss die U19 von Preußen Münster die erste Halbserie der Junioren-Bundesliga West als Tabellenletzter ab. Im RevierSport-Interview nennt Co-Trainer Christian Franz-Pohlmann Gründe für die geringe Punktausbeute und erklärt, warum er trotzdem zuversichtlich ist, dass seine Mannschaft am Ende doch noch den Klassenerhalt schafft.

Münster A-Jugend: Franz-Pohlmann glaubt an Klassenerhalt

„Wir gehören in diese Liga“

dvb
08. Januar 2008, 08:54 Uhr

Schwache Hinrunde nach Bundesligaaufstieg: Mit nur fünf Punkten aus 13 Spielen schloss die U19 von Preußen Münster die erste Halbserie der Junioren-Bundesliga West als Tabellenletzter ab. Im RevierSport-Interview nennt Co-Trainer Christian Franz-Pohlmann Gründe für die geringe Punktausbeute und erklärt, warum er trotzdem zuversichtlich ist, dass seine Mannschaft am Ende doch noch den Klassenerhalt schafft.

Christian Franz-Pohlmann, wie schätzen Sie die Hinrunde ihres Teams ein?
Wir haben gesehen, dass wir auf jeden Fall mit der Hälfte der Liga mithalten können. Die Chance auf den Klassenerhalt ist nach wie vor da. Aber wir haben uns schon den ein oder anderen Punkt mehr erhofft.
Warum sind die erhofften Zähler nicht auf dem Konto?
Wir lassen einfach zu viele Torchancen aus. Das Problem haben wir schon in der Vorbereitung erkannt und arbeiten seitdem daran. Es hat sich schon verbessert, aber trotzdem ist es noch nicht richtig behoben. Außerdem lässt bei uns in den letzten Spielminuten häufig die Konzentration nach und wir kassieren dumme Gegentore wie gegen Arminia Bielefeld. Diese Punkte fehlen dann am Ende.
Sind ihre Spieler zu unerfahren?
Zwei Drittel der Mannschaft ist zwar bei uns Jungjahrgang, aber das möchte ich nicht als Entschuldigung gelten lassen. Viele unserer Akteure rufen einfach ihre Möglichkeiten im Spiel nicht ab. Uns fehlt die individuelle Klasse in der Breite. Und wenn dann bei uns nicht alle ihr Potenzial abrufen, dann kriegen wir Probleme.
Was macht Ihnen Hoffnung?
Die starken Trainingsleistungen. Und die Vorstellungen in der Saisonvorbereitung. Doch in der Liga konnten wir diese Leistung nie dauerhaft abrufen. Und die späten Gegentore und verlorenen Punkte nagen natürlich auch an der Psyche. Leistungsmäßig brauchen wir uns nicht zu verstecken. Wir gehören in diese Liga.

Wie wollen sie dieses psychologische Problem lösen?

Wir führen viele Einzelgespräche mit den Spielern. Und wir fördern den Teamgeist. Denn eins ist sicher: Den Klassenerhalt schaffen wir nur gemeinsam.
Gab es positive Überraschungen in ihrem Team?
Ersatztorhüter Kieran Schulze-Marmeling hat mich beeindruckt. Er zeigt eine absolut professionelle Einstellung und akzeptiert seine Rolle. Damit wirkt er positiv auf den Teamgeist ein.

Was muss in der Rückrunde konkret passieren, damit der Abstieg verhindert wird?
Dass es für uns nur gegen den Abstieg geht, das war von vornherein klar. Aber um den zu vermeiden muss jetzt mal eine kleine Serie oder ein überraschender Dreier her. Und ich bin absolut zuversichtlich, dass das in der Rückrunde passieren wird.

Autor: dvb

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