Das Fußball-Jahr neigt sich so langsam dem Ende zu und mit ihm endet auch die Hinrunde in der Bezirksliga 6. Zwar steht noch ein Spieltag sowie einige Nachholspiele auf dem Programm, verfrüht kommt ein kleines Zwischenfazit aber dennoch nicht. Was oder wer hat uns gefallen und auf was oder wenn hätten wir gerne verzichtet? Gut oder schlecht? Leckerbissen oder Graupenkick? Daumen hoch oder Daumen runter, das ist hier die Frage.

Bezirksliga 6 NR: Daumen hoch oder Daumen runter? Die Tops und Flops der Hinrunde

Stänkereien und Wetterchaos

MR
23. November 2007, 11:06 Uhr

Das Fußball-Jahr neigt sich so langsam dem Ende zu und mit ihm endet auch die Hinrunde in der Bezirksliga 6. Zwar steht noch ein Spieltag sowie einige Nachholspiele auf dem Programm, verfrüht kommt ein kleines Zwischenfazit aber dennoch nicht. Was oder wer hat uns gefallen und auf was oder wenn hätten wir gerne verzichtet? Gut oder schlecht? Leckerbissen oder Graupenkick? Daumen hoch oder Daumen runter, das ist hier die Frage.

Daumen hoch für...

TuS Preußen Vluyn: Der A-Liga-Aufsteiger ist der beste Neuling der Liga. Letztes Jahr den Verfolgern hoch überlegen in die siebte deutsche Spielklasse gestoßen, spielt die Albrecht-Truppe eine hervorragende Runde. Gegen die Top-Teams zahlte die Elf Lehrgeld, 20 Zähler und Platz zehn können sich jedoch sehen lassen. Mit dem 9:1 gegen den KSV Pascha Spor erzielte die TuS zudem den dritthöchsten Saisonsieg.

Den zehnten Spieltag: Insgesamt 40 Treffer bejubelten die Zuschauer auf den Plätzen. Saisonrekord! Einzig die Torhüter dürften in den Jubelchor nicht mit eingestimmt haben. Und auch die zweite Elf des VfB Homberg würde diesen Spieltag niemals mit einem empor gestreckten Daumen bewerten. Gleich zehn "Hütten" bekamen die Linksrheinischen vom SV Budberg eingeschenkt.

Die Fairness: Nicht einen einzigen Spielabbruch hat die Runde zu verzeichnen. In der Bezirksliga 8 NR sieht es da anders aus und in den Kreisligen kann man von einem Klima wie es in der "Sechs" zumeist herrscht sowieso nur träumen. Ingolf Matthes, Coach des A-Liga-Aufsteigers VfL Rheinhausen, war bereits vor der Saison glücklich, mit seiner Elf der Staffel 6 zugeteilt worden zu sein: „In dieser Staffel herrscht eine sehr gute Stimmung. Alle gehen sportlich fair miteinander um“, lautet die Erklärung des Übungsleiters.

KSV Pascha Spor 1978: Der Landesliga-Absteiger fungiert die komplette Hinrunde ausschließlich als Kanonenfutter. Auch wenn die Mannschaft komplett neu zusammengestellt ist, fragt man sich als neutrale Beobachter, wie sich die Kicker der Krefelder angesichts eines Torverhältnisses von 10:52 überhaupt noch motivieren können. Das sie es dennoch Woche für Woche versuchen, zeugt von Sportsgeist und ist deshalb aller Ehren wert. Sich vom Spielbetrieb abzumelden wenn es nicht läuft ist einfach und nicht die richtige Lösung. Deshalb ist das der bislang einzige Sieg des KSV in einer ansonsten trostlosen Spielzeit.

Daumen runter für...

VfB Homberg II: Die Mannschaft verliert am Ende der Saison ihren Coach. Das Achim Kontermann nicht weiter machen wird, steht schon jetzt fest. Der Grund: Hinter den Kulissen wird gestänkert. Noch-Coach Kontermann und ein, vielleicht auch mehrere Herren aus der Vorstandsetage, sind sich nicht grün. Nichts genaues weiß man nicht. Gewinner gibt es in dieser Situation nicht. Das Austragen persönlicher Animositäten schadet allen Akteuren. Kontermann, weil ihn der Streit tief getroffen hat, dem Klub, weil er im Begriff ist, eine wichtige Integrationsfigur zu verlieren und der Mannschaft, die in den letzten Spielen zwar gute Ergebnisse erzielt hat, über die gesamte Hinrunde jedoch zu unbeständig in ihren Leistungen war. Die unschönen Nebengeräusche könnten eine Ursache dafür sein.

Den großen Regen: Gleich die Hälfte aller Partien fiel Anfang November den Wetterkapriolen zum Opfer. In St.Hubert, Krefeld, Asberg und Rheinhausen hatte das kühle Nass die Plätze der gastgebenden Teams zu wahren Wasserlandschaften werden lassen. In den Kreisligen störte dies im übrigen kaum jemand. Dort ging man trotz gleicher Bedingungen fast geschlossen auf Torejagd.

VfR Krefeld: Vier Null-Nummern hatte der bisherige Saison-Verlauf zu bieten. Drei Mal mit von der Partie war der VfR Krefeld. Und auch sonst trafen die Mannen aus der Samt-und Seidenstadt nur selten ins Tor. Im Schnitt durften die Anhänger nur 1,71 Treffer ihres Teams pro Match bejubeln Dafür steht die Abwehr des Tabellenzehnten. 17 Gegentreffer bedeuten den zweitbesten Wert der Liga. Im Sinne eines attraktiven Spiels nach vorne besteht aber dennoch Steigerungsbedarf.

Autor: MR

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