Jari Pasanen war nach der 4:5-Heimniederlage im Penaltyschießen gegen den SC Riessersee sichtlich angefressen. „Arrogant und pomadig“ seien seine Spieler im Anfangsdrittel aufgetreten, schimpfte der Moskitos-Coach, besonders die Führungsspieler bekamen ihr Fett weg. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison, die Problematik klingt nur allzu bekannt. Die Gefahr eines Rückfalls auf das enttäuschende Leistungsniveau gegen Ende September fürchtet der Finne jedoch nicht.

Moskitos Essen: Jetzt schlägt Hätinens Stunde

Grippe-Virus wird zum Dauergast

Aaron Knopp
19. Oktober 2007, 16:27 Uhr

Jari Pasanen war nach der 4:5-Heimniederlage im Penaltyschießen gegen den SC Riessersee sichtlich angefressen. „Arrogant und pomadig“ seien seine Spieler im Anfangsdrittel aufgetreten, schimpfte der Moskitos-Coach, besonders die Führungsspieler bekamen ihr Fett weg. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison, die Problematik klingt nur allzu bekannt. Die Gefahr eines Rückfalls auf das enttäuschende Leistungsniveau gegen Ende September fürchtet der Finne jedoch nicht.

„Wir haben nach dem ersten Drittel ja schließlich alles getan. Gut war, dass die Jungs gekämpft haben, aber die Partie ist jetzt ohnehin Schnee von gestern.“ Der Unmut des Trainers ist also weitgehend verflogen. Ganz anders als der Grippe-Virus, mit dem sich die Moskitos nun schon seit mehr als einem Monat herumschlagen - aktuell wieder besonders akut. Rund die Hälfte des Teams ist mehr oder weniger stark betroffen, mehrere Spieler mussten zeitweilig beim Training aussetzen. Auch das Trainer-Duo hat es voll erwischt.

Als wären Pasanens Personalsorgen nicht ohnehin beträchtlich, laborieren zudem Martin Bartek und Matt Hubbauer an Muskelverhärtungen. Besonders hinter Barteks Einsatz steht ein Fragezeichen. Zwar wird der Liga-Topscorer gegen den EV Landsberg 2000 (Freitag 20.00 Uhr, Eishalle am Westbahnhof) wohl von Beginn an auflaufen - wie lange er durchhält, ist jedoch ungewiss. Trotz der angespannten Personal-Situation - Jammern gilt bei Pasanen nicht: „Das sind Probleme, die jedes Team hat“, zuckt der Finne die Schultern. Gegen Landsberg soll ein Sieg her, wer auch immer auf dem Eis stehen wird. „Ich gehe davon aus, dass wir in die Erfolgsspur zurückkehren“, nickt der 43-Jährige.

Die Favoritenrolle will er sich dennoch nicht andichten lassen. In der Tabelle liegen die Essener schließlich hinter den Landsbergern, wenn sie auch gerade einmal vier Treffer trennen. Genau die Differenz, mit der die Moskitos vor rund drei Wochen in Landsberg unter die Räder kamen – mit 6:2 schickte der EVL die „Mücken“ auf die Heimreise. Pasanen weiß also bestens um die Qualitäten der Gäste. Vor allem Goalie Dennis Endras hat der Bandenchef in (schlechter) Erinnerung: „Ein überragender Torwart“ – der die Essener ein ums andere Mal an den Rand der Verzweiflung brachte.

Auf Seiten der „Stechmücken“ soll diesen Job alles Voraussicht nach Markus Hätinen erledigen. Nachdem Förderlizenz-Goalie Jochen Reimer zuletzt regelmäßig spielte, könnte nun Hätinens Stunde schlagen. „Ich denke, langsam ist es an der Zeit, dass Markus spielt“, verrät Pasanen. Auch weil DEG-Manager Lance Nethery bei den Metro Stars mit Reimer plant. Die medizinische Abteilung gibt zumindest grünes Licht für einen Einsatz und attestiert dem Routinier nach längerer Verletzungs- und Grippe-Pause endlich volle Einsatzbereitschaft.

Autor: Aaron Knopp

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