Kreisliga A

TuS Blankenstein holt Ex-Profi Cetin Aydin

Heiner Wilms
17. Juli 2018, 09:10 Uhr

Foto: Manfred Sander

Ex-Profi Cetin Aydin hat eine bewegte Karriere hinter sich. Von der TSG Sprockhövel wechselte er im Jahr 1997 in den bezahlten Fußball. Mit 42 Jahren will er jetzt in die Kreisliga A.

In der neuen Saison wollen sie es besser machen. Auf jeden Fall besser als in der Spielzeit 2017/2018, als sie fast aus der Liga gepurzelt werden. Helfen soll dabei ein Fußballer, der in seiner Karriere schon einiges erlebt hat. Gemeint ist Cetin Aydin, der künftig das Trikot des TuS Blankenstein überstreifen wird.

Cetin Aydin ist einer von bisher drei Zugängen beim TuS Blankenstein, der zudem Erhan Kilis (Portugal Witten) und Reber Akkan (TSG Sprockhövel II) an sich gebunden hat. „Wir haben aber noch etwas in der Pipeline“, sagt TuS-Fußball-Abteilungsleiter Jürgen Stark, der sich ungemein darüber freut, dass Aydin in Blankenstein zugesagt hat. Cetin Aydin ist inzwischen zwar schon 42 Jahre alt und hat in seiner Karriere auch einige Verletzungen wegstecken müssen, doch Fußball spielen kann er immer noch – wie halt fast alle Mitglieder der Familie Aydin.

Cetin Aydin hat seine Wurzeln beim VfL Winz-Baak, er wechselte dann später zur TSG Sprockhövel, wo er unter Trainer Friedhelm Schule eine erstaunliche Entwicklung durchmachte. Aydin war immer ein großer Kämpfer, der nie einen Ball verloren gab. Und er schoss auch viele Tore für die damals im Aufwind befindlichen Sprockhöveler. Das Interesse der großen Vereine war schnell geweckt, und Aydin entschied sich zu einem Wechsel zur SG Wattenscheid 09, die damals in der 2. Bundesliga spielte. Der junge Mann hatte also den Einstieg in den Profi-Fußball geschafft.

Doch es gab dann auch Rückschläge. Cetin Aydin wechselte in die Türkei, wo er bei Siiertspor das ganz große Glück dann doch nicht fand. Er kam zurück nach Deutschland, streifte auch wieder das Trikot der TSG Sprockhövel über, doch so rund wie zum Anfang seiner Karriere lief es nicht mehr. Aydin verabschiedete sich endgültig aus dem Sprockhöveler Baumhof.

Spielertrainer bei Hedefspor

Über VfB Hüls, SV Yesilyurt und Germania Gladbeck kam er dann zu Hedefspor Hattingen. Aydin wurde Nachfolger von Trainer Bülent Duman, half seiner Mannschaft aber auch als Spieler. Im Oktober 2010 trat er als 34-Jähriger von seinem Traineramt zurück.

Aydin spiele aber weiter Fußball. Zunächst noch bei Hedefspor, später auch beim AC Hattingen. „Über ehemalige Spieler des AC Hattingen ist auch der Kontakt zu uns geknüpft worden“, sagt Jürgen Stark. „Und Cetins Bruder Deniz ist ja auch oft bei uns auf dem Platz, weil sein Sohn Ugur für uns spielt. es ist toll, dass Cetin zu uns kommt. Er macht mit seinen 42 Jahren immer noch vielen jüngeren Fußballern etwas vor. Er kann uns auch mit seiner Erfahrung helfen. Und menschlich passt es auch. Ich kenne ihn ja noch aus der Zeit, als wird Arbeitskollegen waren.“

Jürgen Stark hofft jetzt, dass in der kommenden Saison nicht wieder gezittert werden muss. Diese Hoffnung hatte er aber auch vor der Spielzeit 2017/2018, in der die Blankensteiner den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag sicherten. „Wir sind als Vize-Stadtmeister in diese Saison gegangen, und ich war mir sicher, dass wir deutlich in der oberen Tabellenhälfte landen würden“, erinnert sich Stark, der aber davon überzeugt ist, dass aus den Fehlern gelernt wurde. „Vielleicht waren wir damals zu euphorisch und haben zu offensiv gespielt“, sagt Stark: „Ich denke aber, dass wir jetzt unsere Situation realistischer einschätzen können.“

Autor: Heiner Wilms

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