Mit dem Freitags-Test gegen den Zweitligisten Borussia Mönchengladbach, aktuell das erfolgreichste Team im Profifußall, konnte in Essen jeder leben. Das 0:3 machte rund um die hafenstraße niemanden stutzig. Auch nicht Abwehrchef Daniel Sereinig, mit dem sich RS nach den 90 Minuten unterhielt.

RWE: Nachgefragt bei Daniel Sereinig

"Das macht ein Team aus"

og
15. Oktober 2007, 18:16 Uhr

Mit dem Freitags-Test gegen den Zweitligisten Borussia Mönchengladbach, aktuell das erfolgreichste Team im Profifußall, konnte in Essen jeder leben. Das 0:3 machte rund um die hafenstraße niemanden stutzig. Auch nicht Abwehrchef Daniel Sereinig, mit dem sich RS nach den 90 Minuten unterhielt.

Daniel Sereinig, hat der Test den Zweck erfüllt?

Das Spiel hat uns gut getan, Gladbach war ein hervorragender Gegner, für uns war es wichtig, dass wir unbedingt im Rhythmus bleiben. Deshalb war das eine prima Begegnung.

Bis zur Durchwechselung sah das doch sehr überzeugend aus, oder?

Ja, wir haben Selbstvertrauen, das bringen momentan auch auf den Platz, das zeigen wir und an dieser Konstellation müssen wir auch weiter arbeiten.

Sie werden als das Beispiel schlechthin dargestellt: Eigentlich wollten Sie einige schon zurück in die Schweiz schicken, jetzt sind Sie ein Garant für den Aufschwung.
Stimmt schon. Ich komme aus einem anderen Land, in der 1. Liga der Schweiz hat man einen ganz anderen Fußball gespielt. Das Umfeld ist anders, ich musste mich daran gewöhnen. Ich war mit meinen Darbietungen auch nicht zufrieden, ganz klar. Ich kann mehr. Entscheidend ist, dass man in solchen Situationen immer ruhig weiter arbeitet. Genau das habe ich auch gemacht. Die Truppe hat sich genau so verhalten.
Das Resultat ist nicht wegzudiskutieren.

Wir müssen das weiterführen, wir können noch mehr, das müssen wir raus holen.

Wenn alles passt, kann es mit einem Sieg über Cottbus II schon hoch bis auf Rang drei gehen.

So ist diese Liga, hier kann doch jeder jeden schlagen. Deshalb müssen wir auch nicht auf die Tabelle schauen. Wichtig ist, uns nur auf unsere Leistung zu konzentrieren, unsere Leistungen abzurufen, dann brauchen wir uns wirklich vor keinem Gegner verstecken. Vor allen Dingen nicht zuhause, das Publikum haben wir hinter uns gebracht.

Erst einmal ist RWE noch die beste Auswärtsmannschaft.
Naja, es ist ja letztendlich auch egal, wo wir die Punkte holen.

Trainer und Sportlicher Leiter erläutern, bei der Besetzung der einzelnen Teamrollen immer auf Spezialisten geachtet zu haben. Dass der Teamgedanke so ausgeprägt wirkt, war aber nicht planbar.

Es macht ja auch Spaß, es nimmt sich aus der Truppe keiner raus, es gibt jeder für jeden Gas, das ist auch unter der Woche so, es gibt keine Reibereien. Auch in den schlechten Zeiten gab es die nicht. Das macht ein Team aus. Wir hatten unsere miese Periode, wir blicken nur noch nach vorne.

Autor: og

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