Schuster hat noch eine Rechnung offen

ps
29. September 2005, 14:21 Uhr

Trotz der aktuellen Erfolge in der spanischen Primera Division mit dem FC Getafe hat Bernd Schuster die Bundesliga noch nicht abgehakt. Der ehemalige Mittelfeld-Star will sich im deutschen Oberhaus noch einmal beweisen.

Der "blonde Engel" Bernd Schuster denkt ernsthaft über eine Rückkehr in die Bundesliga nach. "Ich habe da noch eine Rechnung offen. Ich will beweisen, dass ich ein hervorragender Trainer bin", sagte der Coach des spanischen Überraschungsteams FC Getafe. Nach fünf Spieltagen belegt der Klub aus dem Madrider Vorort den zweiten Tabellenplatz der Primera Division.

Der 45-Jährige ist davon überzeugt, dass er in Deutschland nicht vorurteilsfrei beurteilt wird. "Sehen sie mal - Deutschland ist schwierig für mich. Ich stecke in einer Schublade, aus der ich nur schwer herauskomme. Es heißt doch immer: Der Schuster macht immer nur Probleme, der ist schwierig", äußerte der Mittelfeld-Star, der einst als Profi für den FC Barcelona, Real Madrid und Atletico Madrid gespielt hatte: "Ich denke, dass der Mensch Schuster längst einiges gelernt hat." In Deutschland war der Europameister von 1980 als Coach beim 1. FC Köln und Fortuna Köln tätig.

Im Gespräch mit dem Kölner Express berichtete Schuster von Verhandlungen mit dem Bundesligisten VfL Wolfsburg vor einigen Monaten: "Ich hatte mich mit Wolfsburgs Manager Thomas Strunz getroffen. Wir waren in allen Dingen klar. Dann habe ich von ihm nichts mehr gehört." Er habe keine Absage von Seiten der Niedersachsen, die sich für Holger Fach entschieden, erhalten. Schuster: "Das war schon enttäuschend. Dabei hätte ich das gerne gemacht. Wolfsburg ist ein Klub mit einer großen sportlichen Perspektive. Ich denke, wenn ich gekommen wäre, hätte ich Petrow (Martin Petrow, d. Red.) halten können. Aber vielleicht gab es mal wieder Vorbehalte gegen meine Person."

Autor: ps

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