In fünf von sieben Spielen kassierte der B-Ligist SG Werden 80 mehr als 13 Gegentreffer. Dabei spielten die Süd-Essener letzte Saison noch eine Liga höher.

SG Werden

Zweimal 0:20! Absteiger ist Schießbude der Liga

02. Oktober 2017, 15:18 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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In fünf von sieben Spielen kassierte der B-Ligist SG Werden 80 mehr als 13 Gegentreffer. Dabei spielten die Süd-Essener letzte Saison noch eine Liga höher.

Wenn eine 1:5-Pleite nach sieben Spieltagen als Saisonbestleistung herhalten muss, sollte man vielleicht noch einmal überdenken, ob man die Stollenschuhe nicht doch gegen anderes Sportzubehör eintauschen sollte. Natürlich dient Amateursport in erster Linie als Hobby - aber ob es wirklich Spaß macht, wenn sich der Gegner nicht mehr fragt ob, sondern wie hoch er gewinnen wird? Das darf stark bezweifelt werden.

SG Werden 80: 95 Gegentore in sieben Spielen

Die SG Werden 80 dümpelt in der Essener Kreisliga B punktlos am Tabellenende.Am Sonntag kassierte die Elf von Trainer Daniel Görbing eine schmerzhafte 0:20-Klatsche gegen den Isinger SV. Wirklich wundern wird sich darüber jedoch niemand in der Liga. Denn: Bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit gerieten die Werdener mit diesem Ergebnis unter die Räder. Das Torverhältnis nach sieben Spieltagen klingt ähnlich ernüchternd. Mickrige zwei Tore erzielte die SG, währenddessen musste Keeper Robin Hasse ganze 95 Mal hinter sich greifen.

Angesichts der jüngeren Vereinsgeschichte ist die diesjährige Misere allerdings schon verwunderlich. Zwischen 2014 und 2016 gelang den Süd-Essenern nämlich der Durchmarsch von der Kreisliga C bis in die A-Liga. Dort schlossen die 80er die Vorsaison im gesicherten Mittelfeld ab (Platz 11). Bis Mai war die Welt im Löwental also noch in Ordnung - doch dann folgte der Einbruch.

Freiwilliger Abstieg in die Kreisliga B

Der Großteil des Kaders hängte die Fußballschuhe im Sommer aus verschiedenen Gründen an den Nagel. Es folgte der freiwilige Abstieg in die Kreisliga B. Warum die Verantwortlichen den Verein in dieser Saison überhaupt für den Spielbetrieb meldeten, konnte Ex-Trainer André Bausch von Beginn an nicht nachvollziehen: "Wir werden in der nächsten Saison keine wettbewerbsfähige Mannschaft auf den Rasen bringen können. Das gilt auch für die Kreisliga B", mahnte Bausch bereits im letzten Mai gegenüber RevierSport.

Dennoch entschieden sich die Verantwortlichen, in dieser Spielzeit wieder anzutreten - nun müssen die dezimierten Werdener die Rechnung dafür tragen. Langsam vergeht aber auch den Spielern die Lust: Während die SG in den ersten sechs Partien vollzählig antrat, standen beim 0:20 am Sonntag gerade Mal sechs Feldspieler auf dem Platz.

Immerhin schaffte es noch kein gegnerischer Stürmer, mehr als fünf Tore gegen die Essener zu erzielen. Doch ob diese Serie noch lange hält? Nächste Woche kommt Tabellenführer Teutonia Überruhr ins Löwental...

Autor: Erik Asmussen

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