Rot-Weiß Oberhausen hat mit dem 5:2 (2:2) beim Bonner SC den siebten Sieg in Serie eingefahren. Mal wieder war Simon Engelmann der Mann des Spiels.

RWO

5:2! Engelmann einfach eiskalt

13. April 2017, 23:44 Uhr
Foto: Micha Korb

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Rot-Weiß Oberhausen hat mit dem 5:2 (2:2) beim Bonner SC den siebten Sieg in Serie eingefahren. Mal wieder war Simon Engelmann der Mann des Spiels.

Als [person=2317]Simon Engelmann[/person] zum zweiten Mal seine Jubelfaust in den Bonner Abendhimmel streckte, liebäugelte der eine oder andere Fan der Gastgeber schon mit dem vorzeitigen Ende des Fußballabends. Dabei waren im Sportpark Nord gerade einmal acht Minuten gespielt. Und die Regionalliga-Partie zwischen dem Bonner SC und Rot-Weiß Oberhausen schien entschieden. RWO kam ja mit sechs Siegen in Serie im Gepäck in die ehemalige Bundeshauptstadt und daher gab es keinen echten Grund für die Bonner, noch an Punkte zu glauben. Eigentlich. Denn ab Minute neun spielten erst einmal nur noch die Hausherren.

Bonn kämpfte sich ins Spiel und ging in den Zweikämpfen beherzter zur Sache. RWO war etwas überrascht, plötzlich stand doch ein Gegner auf dem Platz – und der kam von Minute zu Minute der Augenhöhe immer näher. Oberhausen patzte im Spielaufbau, die Pässe kamen seltener an den richtigen Mann. Die Hausherren traten das Gaspedal und kamen durch [person=3794]Daniel Somuah[/person] zum Anschlusstreffer (22.). Nicht nur in dieser Situation, sondern auch kurz vor der Pause wirkte die RWO-Abwehr nicht sattelfest genug. Dank einer starken Einzelleistung von Bonns [person=5692]Connor Krempicki[/person], der im Strafraum der Gäste mit seinem Akrobaten-Kollegen [person=3983]Lucas Musculus[/person] per Hacken-Doppelpass frei vor dem leeren Tor stand, hieß es plötzlich 2:2 (45.). RWO hatte es schlicht verpasst, nach dem 2:0 nachzulegen und kam damit aus dem Tritt. Zwar hatten [person=5109]Robert Fleßers[/person] (36.) und Engelmann (41.) noch gute Chancen, doch es fehlte die letzte Konsequenz. „Wir haben in der Halbzeit ein paar Sachen angesprochen und dann hat man gesehen, was uns stark macht“, sagte RWO-Trainer Mike Terranova nach der Partie.

Das Ausharren hatte sich also für die Bonner Anhänger gelohnt, denn vor dem zweiten Durchgang war alles wieder offen. Mit Schwung ging es hinein in den zweiten Teil des Spiels, ehe erneut der Mann des Spiels den Gastgebern wieder einen Dämpfer verpasste. Natürlich war es Simon Engelmann, der mal wieder seine Füße im Spiel hatte. Nach einem Weigelt-Freistoß hielt er seinen Schlappen in den Flachpass und drückte den Ball so über die Linie (59.). Ein erneuter Rückschlag für den BSC, der sich aber nicht aufgab.

Es blieb bis in die Schlussphase eine umkämpfte Begegnung, die noch einen negativen Moment erlebte: Als Bonns [person=29085]Kelvin Lunga[/person] in der 75. Spielminute einen Freistoß haben wollte, blieb der Pfiff des Schiedsrichters aus. Lunga nahm sich daraufhin den Ball und warf ihn in Richtung des Linienrichters. Dieser Nerven-Totalausfall endete mit der roten Karte. Das machte die Aufgabe für seine Mannschaft nicht wirklich leichter, zumal damit in der Offensive eine Anspielstation weniger auf dem Feld stand. Oberhausen spielte in der Schlussphase seine Stärke aus und Terranova bewies ein goldenes Händchen: Er brachte [person=34516]Yassin Ben Balla[/person] und [person=10147]Raphael Steinmetz[/person], beide trafen zum 5:2-Endstand (83./90.). Für Ben Balla war es sein erstes Tor in der Regionalliga für RWO.

„Ich bin einfach nur froh, dass unsere stolze Serie gehalten hat. Die Leistung in der zweiten Halbzeit spricht für dieses RWO-Team, für den Charakter und den Zusammenhalt der Mannschaft“, zeigte sich Terranova zufrieden. Sein Gegenüber Daniel Zillken machte seinem Team keinen Vorwurf, zollte dagegen den Oberhausenern Respekt: „Für uns war es klar, dass wir schon ein bisschen Glück haben müssen. RWO hat einen unfassbaren Lauf und eine unfassbare Qualität. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben: Wir wollen alles versuchen, alles raushausen, wollen sie versuchen zu ärgern. Das ist uns bis zum 3:2 ganz gut gelungen.“

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