Oktay Güney erklärt, warum er seinen Trainerposten nach fünfeinhalb Jahren bei YEG Hassel aufgibt. Ein Trio übernimmt zur neuen Saison.

YEG Hassel

Güney bleibt Sportlicher Leiter in Hassel

Christoph Winkel
07. April 2017, 07:07 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Oktay Güney erklärt, warum er seinen Trainerposten nach fünfeinhalb Jahren bei YEG Hassel aufgibt. Ein Trio übernimmt zur neuen Saison.

Die Luft ist nach fünfeinhalb Jahren raus. Oktay Güney wird nach der Saison das Traineramt beim Fußball-Westfalenligisten YEG Hassel niederlegen. Das hat der 36-Jährige bereits vor knapp zwei Wochen mitgeteilt. Anfang des Jahres sah es noch so aus, als würde der ehemalige Stürmer weitermachen.

„Es war schwer, unserem Präsidenten Halit Hoyladi diesen Wunsch abzuschlagen“, sagt Güney und lacht. Je länger er aber darüber nachdachte, desto größer wurden die Zweifel. „Ich bin ein Trainer, der immer 100 Prozent gibt. Ich weiß nicht, ob ich das auch in der nächsten Saison durchgehalten hätte. Ich habe das Gefühl, dass mir eine Pause gut tun wird“, sagt er.

Zwei Aufstiege

Nach der 0:1-Heimniederlage im März gegen Bad Westernkotten suchte er schließlich das Gespräch mit Hoyladi und teilte ihm seine Entscheidung mit. Hoyladi, mit dem sich Güney bis zum Ende der vergangenen Saison vier Jahre das Traineramt der 1. Mannschaft teilte, gelang es, ihn zumindest als Sportlichen Leiter zu behalten. „Auch diesen Wunsch konnte ich ihm nicht abschlagen. Nein, auf diese neue Aufgabe freue ich mich riesig“, sagt der Hasseler.

Die Nachfolger von Oktay Güney sind bereits gefunden: Güneys Co-Trainer Hakan Karabal (25), Savas Turhal (35) und Mesut Özkaya (33) werden die Mannschaft als Trainer-Trio führen. Karabal wird während des Spiels von der Bank aus die Kommandos geben, Turhal und Özkaya sollen ihre Mannschaft als Spieler-Trainer führen. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, einen Spielertrainer auf dem Feld zu haben“, sagt Güney.

Auf diese neue Aufgabe freue ich mich riesig!
Oktay Güney über sein zukünftiges Amt als sportlicher Leiter

Auch er war zunächst Spielertrainer bei YEG – in der Zeit als der Mannschaft der Sprung von der Bezirksliga in die Westfalenliga gelang, in der sie nun im zweiten Jahr spielt. „Mir geht das Herz auf, wenn ich beobachte, wie sich Hakan, Mesut und Savas schon in ihre neuen Aufgaben geschmissen haben“, sagt Güney.

Derzeit laufen viele Gespräche, wie der Kader in der neuen Saison aussehen soll. Sobald die Spieler, die die sportliche Führung halten möchte, ihre Zusage gegeben haben, wird mit eventuellen neuen Spielern gesprochen.

Güneys Sohn kickt in Marl-Hüls

Oktay Güney freut sich auf die Zeit, in der er nicht mehr dreimal pro Woche auf dem Trainingsplatz stehen muss. Auch auf die Zeit, in der er nicht mehr unzählige Telefonate führen muss, um einen Testspielgegner zu finden. „Testspiele am Lüttinghof können wir ja in Hassel nicht ausrichten.“ Über die ungenügende Platzsituation hätte er aber genug erzählt, sagt er. „Es lohnt sich nicht, da noch viel Energie zu verschwenden. Es ist, wie es ist. Trotzdem hoffe ich auch für den SC Hassel, dass es bald besser wird“, sagt er.

Der ehemalige Regionalliga-Spieler freut sich aber auf die Zeit, in der er seinem Sohn häufiger beim Fußballspielen zusehen kann. Cenk Mustafa ist zwölf Jahre alt und spielt beim TSV Marl-Hüls. Er ist Stürmer – wie der Vater. „Wenn er sonntags spielt, ist es für mich kaum möglich, ihm zuzusehen. Als Sportlicher Leiter kann ich mir die Arbeit besser einteilen.“

Autor: Christoph Winkel

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