05.04.2017

SG Lütgendortmund

Polizei schießt Randalierer ins Bein

Foto: Tim Müller

Auf dem Fußballplatz der SG Lütgendortmund wurde am Mittwochabend ein Mann von der Polizei niedergeschossen, weil er die Beamten mit einem Spaten bedroht haben soll.

Wie die Polizei Dortmund berichtet, störte ein bisher unbekannter Mann den Trainings- und Spielbetrieb der SG Lütgendortmund an der Idastraße. Der Unbekannte lief nach Angaben von Zeugen auf dem Spielfeld herum und trug weder Socken noch Schuhe. Da er Kinder bedroht haben soll, wurde die Polizei zur Hilfe gerufen.

Als die Beamten eintrafen, kam es zu einer blutigen Auseinandersetzung, da es von Seiten des Unbekannten zu Widerstandshandlungen kam. So soll er die Polizisten mit einem Spaten attackiert haben. Ein Beamter machte daraufhin von seiner Schusswaffe Gebrauch und schoss dem Angreifer ins Bein.

Weitere Details zum Sachverhalt liegen momentan nicht vor. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zur Identität des Mannes dauern aktuell an. Der Mann wurde durch den Schuss schwer verletzt. Auch zwei Polizisten wurden bei der Auseinandersetzung durch den Randalierer verletzt.

Polizei Recklinghausen übernimmt den Fall

Am Donnerstag hat die Kriminalpolizei in Recklinghausen die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Das Kriminalkommissariat 11 der Polizei im Kreis Recklinghausen soll nun feststellen, ob der Einsatz der Schusswaffe tatsächlich gerechtfertigt war und den Vorschriften entsprach. "Dass ein anderes Polizeipräsidium die Ermittlungen übernimmt, ist aus Neutralitätsgründen üblich", erklärte eine Sprecherin der Polizei Recklinghausen.

Marc Görgens, Geschäftsführer der SG Lütgendortmund schildert den Fall auf Nachfrage der Westfälischen Rundschau wie folgt: ""Dieser Mann ist auf die Polizisten los gegangen. Als die Schüsse fielen, waren die Kinder längst sicher in der Kabine. Da sind dann auch Tränen geflossen. Für die Polizisten war das eine schwierige Situation. Wir möchten uns bei der Polizei dafür bedanken, dass für unsere Kinder keine Gefahr bestanden hat."

Autor: Martin Herms

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