Mittlerweile kennt jeder auf Schalke Daniel Caligiuri. Ein paar Tage nach seiner Ankunft Ende Januar war das noch anders.

Schalke

Caligiuri will keine Ausreden gelten lassen

Christoph Winkel
14. März 2017, 22:15 Uhr
Foto: firo

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Mittlerweile kennt jeder auf Schalke Daniel Caligiuri. Ein paar Tage nach seiner Ankunft Ende Januar war das noch anders.

Als der Offensivspieler zu einem Termin in die Veltins-Arena wollte, wurde er von einem Ordner gestoppt – Wer sind Sie? Daniel Caligiuri kann über diese Situation lachen, nachtragend ist er nicht, inzwischen wird er von den Ordnern per Handschlag begrüßt. „Ich habe das positiv aufgenommen, es ist alles in Ordnung“, sagt er.

Am Sonntag hat der 29-Jährige sein erstes Bundesligator für Schalke in der Arena erzielt. Beim Sieg gegen den FC Augsburg traf er zum 3:0. Es war sein zweites Tor für die Königsblauen – im Februar traf er schon im Achtelfinale des DFB-Pokals beim SV Sandhausen. „Ich hätte mir das eine oder andere Tor mehr gewünscht. Jetzt hat es in der Bundesliga endlich geklappt“, sagt er.

Geht es nach Daniel Caligiuri, würde er am Donnerstag auch im dritten Wettbewerb, an dem Schalke in dieser Saison teilnimmt, sein erstes Tor erzielen. Im Rückspiel des Achtelfinals der Europa League ist S04 bei Borussia Mönchengladbach zu Gast. Um ins Viertelfinale einzuziehen, benötigen die Schalker nach dem 1:1 im Hinspiel einen Sieg oder zumindest ein Unentschieden, bei dem sie mehr als ein Tor erzielen. Daniel Caligiuri ist fest davon überzeugt, dass sein Team stark genug ist, um im Borussia-Park zu gewinnen. „Wir müssen die gleiche Mentalität wie im Hinspiel zeigen. Jeder muss für den anderen da sein. Dann bin ich fest davon überzeugt, dass wie eine Runde weiterkommen können.“

Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking kennt Caligiuri bestens. Beide arbeiteten über drei Jahre beim VfL Wolfsburg erfolgreich zusammen. Unter Hecking gewann Caligiuri 2015 den DFB-Pokal und wurde Deutscher Vizemeister. „Er ist keiner, der den Gegner gerne kommen lässt. Er wird versuchen, uns früh unter Druck zu setzen. So wie ich Dieter Hecking kenne, wird er voll auf Sieg spielen“, sagt Schalkes Winter-Neuzugang.

Viele Englische Wochen für beide

Wie den Schalkern, stecken auch den Spielern der Borussia in dieser Saison schon viele, viele Spiele und somit Englische Wochen in den Knochen. Die Gladbachern sind mit 39 Partien Spitzenreiter der Liga, Schalke folgt mit 37 Spielen auf Rang zwei. „Man muss im Kopf fit bleiben“, sagt Caligiuri. Müdigkeit, wenn sie denn vorhanden sein sollte, dürfe in einem solch wichtigen Spiel wie am Donnerstag keine Rolle spielen: „Jeder ist fit genug, um sich zu zerreißen.”

Vieles spricht dafür, dass Schalkes Trainer Markus Weinzierl erneut mit einer Viererkette spielen lassen wird. Als die Schalker vor anderthalb Wochen in der Bundesliga mit 2:4 in Mönchengladbach untergingen, ließ Weinzierl defensiv mit einer Dreierkette spielen. Beim 1:1 gegen die Borussia in der Europa League in der vergangenen Woche veränderte er das System und setzte hinten auf eine Viererkette.

Daniel Caligiuri, der auf Schalke entweder hängende Spitze oder aber offensiv auf einer der beiden Außenpositionen spielt, hat kein bevorzugtes System. „In den letzten beiden Spielen haben wir das in der Viererkette gut gemacht. Vorher haben wir aber auch gute Spiele mit der Dreierkette gezeigt“, sagt er und ergänzt: „Wichtig ist nur, dass jeder alles gibt. Egal, auf welcher Position er eingesetzt wird.“ Das gilt auf Schalke auch für den Ordner in der Arena, an dem offenbar keiner so leicht vorbeikommt. Nicht mal Daniel Caligiuri.

Autor: Christoph Winkel

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