Nach fünf Siegen, 16 Punkten und 17:4 Toren aus den ersten sechs Partien ist die Euphorie in Münster um die Preußen riesig. Erst recht, nachdem Mitfavorit Schalke II mit 3:0 vom Platz gefegt wurde. Nun fragt sich die ganze Liga, wer diesen SCP noch stoppen soll. Doch Coach Roger Schmidt bleibt gelassen:

Münster: Ganze Stadt surft auf der Euphoriewelle

Schmidt: "Sind nicht der FCB"

md
06. September 2007, 09:21 Uhr

Nach fünf Siegen, 16 Punkten und 17:4 Toren aus den ersten sechs Partien ist die Euphorie in Münster um die Preußen riesig. Erst recht, nachdem Mitfavorit Schalke II mit 3:0 vom Platz gefegt wurde. Nun fragt sich die ganze Liga, wer diesen SCP noch stoppen soll. Doch Coach Roger Schmidt bleibt gelassen: "Es sind erst sechs Runden vorbei. Es ist schön, dass wir erfolgreich sind, aber ausruhen dürfen wir uns deshalb nicht."

Doch der gelungene Start legt einen Vergleich mit dem großen FC Bayern, der die Bundesliga in ähnlicher Weise dominiert, natürlich nahe. "Wir sind nicht der FCB, das passt einfach nicht", hält der frühere Mittelfeldkicker dagegen. Und er nennt Gründe: "Wir haben keine spektakulären Transfers verpflichtet, sondern haben nur auf Oberliga-Akteure gesetzt."

Der Zuschauerzuspruch ist trotzdem, oder gerade deshalb, für Viertliga-Verhältnisse gigantisch. Der bisherige Schnitt von über 4.000 Fans pro Heimspiel soll am morgigen Freitag gegen den Aufsteiger Gladbeck noch einmal getoppt werden: "Wir peilen die 5.000er Marke an und ich bin zuversichtlich, dass wir diese Schallmauer durchbrechen." Druck verspürt er durch die Kulisse aber nicht: "Das ist gar kein Thema. Die Fans sind eher ein zusätzlicher Ansporn, denn das Team will sich unbedingt nach jeder Partie feiern lassen."

Immer häufiger passiert es auch, dass die Preußen-Kicker und ihr Linienchef auf der Straße angesprochen werden. "Die Stadt identifiziert sich 100-prozentig mit dem Verein und wir führen natürlich viele Gespräche mit den Fans, zuletzt aber zum Glück nur positive", freut sich Schmidt über die allgegenwärtige Unterstützung.

Angst, dass seine Jungs deshalb den Boden unter den Füßen verlieren, hat der 40-Jährige nicht: "Sie genießen den Augenblick, schließlich ist das für alle ein neues Gefühl. Doch sie wissen, dass sich den Erfolg hart erarbeiten müssen und jetzt nicht anfangen dürfen, zu träumen."

Und deshalb hört man auch keine öffentlichen Spekulationen über die Höhe des Sieges gegen Gladbeck: "Wir respektieren jeden unserer Gegner, alles andere wäre fahrlässig. Germania ist gut gestartet, hat viele Treffer erzielt. Wir werden sie nicht unterschätzen."

Autor: md

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