Drei Monate lang war Sven Bender verletzt: Eine Knochenmarksschwellung stoppte den Defensivspezialisten von Borussia Dortmund nach dem Finale bei den Olympischen Spielen.

BVB

Bender rückt wieder an die Mannschaft heran

Daniel Berg
29. November 2016, 15:34 Uhr
Foto: firo

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Drei Monate lang war Sven Bender verletzt: Eine Knochenmarksschwellung stoppte den Defensivspezialisten von Borussia Dortmund nach dem Finale bei den Olympischen Spielen.

Da der BVB noch nach einer verlässlichen Größe neben Abwehrchef Sokratis fahndet, kommt seine Rückkehr gerade recht - auch wenn es für das Gladbachspiel am Samstag noch nicht reichen dürfte. Auch bei Raphael Guerreiro könnte es eng werden.

In den letzten Tagen nach der 1:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt hat sich bei Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund die Stimmung doch erheblich eingetrübt. Das lag zum einem an dem enttäuschenden Ergebnis, zum anderen an der Tatsache, dass Trainer Thomas Tuchel seine Mannschaft nach der Partie öffentlich an den Pranger stellte. Einer, dem all das derzeit nicht anzumerken, ist Sven Bender. Der Dortmunder Defensivspezialist befindet sich seit dem vergangenen Sonntag wieder im Mannschaftstraining und absolvierte auch die Einheit am Dienstagvormittag ohne erkennbare Probleme. Der Spaß daran ist in seinem Gesicht abzulesen, egal ob bei den Passübungen, der Spielform oder der Basketball-Variation zum Aufwärmen, bei der sich Bender und Kollegen scheinbar eher nach der gewohnten sportlichen Betätigung sehnen. „Vier Airballs in Folge“, amüsierte sich Tuchel über die vergeblichen Anstrengungen seiner Spieler, einen Korb zu erzielen. Bender lachte gelöst. Wieder dabei zu sein, reicht ihm derzeit.

Seit dem Finale der Olympischen Sommerspiele in Rio im August hat die Kämpfernatur kein Spiel mehr absolviert. Knochenmarkssschwellung lautete die Diagnose. Eine Blessur, die wegen der hohen Belastung im Sommer den unheilvollen Verlauf nahm. Erst trug der 27-Jährige Gips, dann einen Spezialschuh. Nun endlich steht er wieder auf dem Rasen.

Theoretisch könnte er am Samstag im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach schon wieder im Kader stehen. „Wir alle warten fast sehnsüchtig auf seine Rückkehr, weil auch er ganz wesentlich zur Stabilität der Mannschaft beitragen kann“, sagt Kapitän Marcel Schmelzer. Nach einem verlässlichen Innenverteidiger neben dem zuletzt dauerhaft überzeugenden Sokratis wird ja während der schwankenden Leistungen von Matthias Ginter und Marc Bartra noch gefahndet. Bender könnte derjenige sein. Wahrscheinlicher aber ist, dass Bender nach der langen Pause erst behutsam an die Mannschaft herangeführt wird, um kein Risiko einzugehen.

Beim Vormittagstraining am Dienstag fehlten neben Neven Subotic und Shinji Kagawa (beide Behandlung) auch Julian Weigl (Schonung) sowie Raphael Guerreiro. Der portugiesische Europameister absolvierte lediglich Lauftraining. Seine muskulären Beschwerden lassen eine volle Belastung offenbar noch nicht zu. Sein Einsatz am Samstag könnte damit erneut in Gefahr sein.

Autor: Daniel Berg

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