Dass Martin Dausch in Großaspach plötzlich in der Startaufstellung des MSV Duisburg stand, war eine kleine Überraschung.

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So geht es Dausch nach seiner langen Pause

03. November 2016, 07:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Dass Martin Dausch in Großaspach plötzlich in der Startaufstellung des MSV Duisburg stand, war eine kleine Überraschung.

Nach der Rotsperre gegen Fabian Schnellhardt musste Duisburgs Trainer Ilia Gruev basteln. Und so rückten mit Martin Dausch und Baris Özbek zwei Spieler in den Fokus, die den Mittelfeldspieler ersetzen sollten. Özbek, immerhin schon mit drei Einsätzen über die volle Distanz, schien zunächst der aussichtsreichste Kandidat zu sein. Dass die Wahl am Ende auf seinen Konkurrenten fiel, war ein mutiger Schachzug des Linienchefs.

Drei Einsätze hatte der 30-Jährige zuvor absolviert – eine Hüft-OP hatte Dausch lange außer Gefecht gesetzt. Für den Mittelfeldmann mit der offensiven Spielanlage ging es nur darum, wieder Anschluss an sein altes Niveau zu erreichen. „Ich hätte schon noch weiterspielen können“, sagt der ehemalige Spieler von Union Berlin mit Blick auf seine Auswechslung in der 69. Minute und ergänzt: „Klar, ich habe fast ein ganzes Jahr nicht trainiert. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mit den anderen nicht mithalten konnte.“

Ein Grund dafür, dass er gegen Özbek das Rennen machte, könnte in dem Unterschied zwischen ihm und dem gesperrten Schnellhardt gelegen haben. Denn der „Rotsünder“ aus dem Spiel gegen Hansa Rostock pflegt einen ganz anderen Stil als Dausch. Während Schnellhardt das Spiel gern an sich reißt, von den Innenverteidigern eingebunden wird und das Spiel verlagern kann, sucht der gebürtige Memminger gern den Weg in die Spitze.

Was gegen Großaspach positiv ins Gewicht fiel: Die „Zebras“ hatten aus seiner Sicht keine Probleme, sich trotz des Unterschieds zu „Dauerbrenner“ Schnellhardt auf „Dauschi“ einzustellen: „Auch wenn ein paar Laufwege noch nicht zu hundert Prozent abgestimmt waren, wurde ich sofort gut ins Spiel integriert.“

Zwei "Nullrunden" sind kein Problem

Doch obwohl es nicht schlecht für den gebürtigen Memminger lief, gab es in Großaspach nicht mehr als einen Punkt. Das nagt noch an den Duisburgern. „Wir wollen gegen Halle die Scharte wieder auswetzen. Sie haben zuletzt 1:0 gegen Osnabrück gewonnen. Also müssen wir alles in die Waagschale werfen.“

Dabei würde ganz sicher helfen, nach zwei „Nullrunden“ wieder das gegnerische Tor zu treffen. 14 Tore aus 13 Partien sind kein Wert, der Selbstbewusstsein gibt. „Wir wissen, was wir können. Ich mache mir da keine Sorgen. Ein richtiges Problem ist das nicht.“

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