Der FC Iserlohn 46/49 spielt erneut eine wechselhafte Runde. Mit einem 9:0-Kantersieg gegen den FC Lennestadt könnte der Knoten jetzt aber endlich geplatzt sein.

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9:0 - Iserlohn zeigt gewaltige Reaktion

Robert Bauguitte
25. Oktober 2016, 20:11 Uhr
Foto: Tim Müller

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Der FC Iserlohn 46/49 spielt erneut eine wechselhafte Runde. Mit einem 9:0-Kantersieg gegen den FC Lennestadt könnte der Knoten jetzt aber endlich geplatzt sein.

Durchwachsen. Dieses Wort beschreibt die bisherigen Ergebnisse des hochgehandelten Aufstiegsfavoriten FC Iserlohn 46/49 in der aktuellen Westfalenliga-Saison sehr gut. Nach einer knappen 0:1-Niederlage gegen den DSC Wanne-Eickel zeigte die Mannschaft von Trainer Christian Hampel am vergangenen Wochenende die erhoffte Reaktion und fertigte den FC Lennestadt bravourös mit 9:0 auf eigenem Geläuf ab.

Von einem Befreiungsschlag will der Coach trotz dieses überragenden Kantersieges jedoch nicht sprechen: "Nein, wir haben diesmal lediglich mehr Konstanz gezeigt als in den letzten Wochen. Wir hatten einen Masterplan gegen wechselhafte Lennestädter und den haben wir umgesetzt." Dabei war der FCI durchaus gewarnt, hatte der Gegner doch erst kürzlich dem klassenhöheren SV Lippstadt in der 2. Runde des Westfalenpokals mit 2:1 das Fürchten gelehrt.

"Wir wussten, dass es gegen Lennestadt auf die Außenbahnen ankommen wird, hier hatten sie zuletzt einige Probleme. Deshalb haben wir versucht die beiden Außenverteidiger zu bespielen und dies ist uns hervorragend gelungen", so Hampel. Allem Understatement in Ehren muss aber auch der Iserlohner Linienchef anerkennen, dass ein 9:0 nichts alltägliches ist: "Natürlich ist das Ergebnis in dieser Höhe überragend. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, mal so einen hohen Sieg in der Verbandsliga gesehen zu haben."

Warum es bei seiner Mannschaft zuletzt einfach nicht lief und der Knoten erst jetzt platze, kann sich Hampel nur mit dem anhaltenden Verletzungspech seiner Truppe erklären: "Wir sind eine der spiel-stärksten Mannschaften in dieser Liga, keine Frage. Bei uns haben aber zuletzt sieben bis zehn Spieler gefehlt und das ist natürlich nicht einfach zu kompensieren. Vor der Partie gegen Lennestadt sind dann mal eben drei weitere Innenverteidiger weggebrochen und auch jetzt haben wir insgesamt noch vier angeschlagene Spieler." Einen weiteren Grund für die zuletzt schwankenden Leistungen sieht der Trainer auch im blutjungen Durchschnittsalter seiner Iserlohner: "Da sind Leistungsschwankungen doch völlig normal."

Mit dem SC Neheim erwartet Christian Hampel und sein Team erneut ein "schlagbarer" Gegner, der unten drin steht. "Ehrlich gesagt, bin ich überrascht, dass Neheim so schlecht in die Saison gekommen ist. Wir nehmen dieses Spiel aber durchaus ernst und müssen auch hier bis zum Anschlag gehen um zu gewinnen. Dies muss ich meinen Spielern verinnerlichen." Sollte die Einstellung erneut stimmen, könnte der FCI mit einem weiteren Dreier den Kontakt zur Spitzengruppe wieder herstellen...

Autor: Robert Bauguitte

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