Rather SV

Gruev mag den Gegner der Zebras

Thomas Krystaniak
27. September 2016, 23:57 Uhr

Foto: firo

Sympathiepunkte bringen im Fußball nichts – auch nicht im Pokal.

Ändert aber nichts daran, dass Ilia Gruev, Trainer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, den heutigen Gegner seines Teams in der zweiten Runde des Wettbewerbs auf Niederrheinebene ein wenig ins Herz geschlossen hat. Beim Besuch der Homepage des Rather SV stieß er auf den Satz „All colours welcome“ – alle Hautfarben sind willkommen. „Das ist für mich ein sehr sympathischer Verein“, sagt Gruev über den Düsseldorfer Landesligisten, der um 19 Uhr im Homberger PCC-Stadion offiziell die Rolle des Gastgebers innehat, die der RSV ja bekanntlich nicht auf seiner eigenen Anlage oder wenigstens innerhalb der Grenzen der Landeshauptstadt ausüben kann.

Eine spezifische Vorbereitung für die Partie gegen den Tabellenelften der Landesliga-Gruppe 1 hat es – wenig überraschend nicht gegeben. „Wir hatten heute eine ganz normale Einheit“, berichtete Ilia Gruev nach dem Training am Dienstagmittag. Ein bisschen was für die Kondition, ein paar Übungen zum Passspiel, dann ein zweimal zehnminütiges Spiel – das soll genügen. „Wir bereiten uns genauso professionell wie auf jedes andere Pflichtspiel vor. Unsere Scouting-Abteilung war natürlich unterwegs, um Rath zu beobachten, und hat das letzte Spiel gesehen“, so der Coach der Zebras. Das lief nicht so gut für die Düsseldorfer: Gegen die zweite Mannschaft des TSV Meerbusch gab es eine 1:2-Heimniederlage. Doch Ilia Gruev warnt pflichtgemäß: „Das ist eine unangenehme Mannschaft, wenn man sie denn spielen lässt.“

Zieht den Rückschluss nach sich: nicht spielen lassen. Und selber gleich das Heft des Handelns in die Hand nehmen, um keine Zweifel am Weiterkommen entstehen zu lassen. „Es ist klar, dass ein solches Spiel für jeden unserer Gegner ein absolutes Highlight ist. Dann will sich natürlich auch jeder Spieler gegen den MSV besonders zeigen“, weiß Gruev. Bei der Frage, welche Spieler er den eigenen Fans zeigen will, ließ sich der Coach des Drittliga-Spitzenreiters noch nicht in die Karten schauen: „Wir werden auf jeden Fall eine gute Mannschaft haben und dabei auch ein bisschen rotieren, das ist klar.“

Beim 7:0-Erstrundensieg in Solingen stand beispielsweise Marcel Lenz im Tor, der in der Meisterschaft wegen der U-23-Regel außen vor ist. Auch der US-Amerikaner Mael Corboz, in der Liga ebenso noch ohne Einsatzminute wie Mohamed Cisse, gehörte zur Startelf. Hoffnungen auf Spielpraxis dürfen sich ebenfalls die meist auf der Bank sitzenden Thomas Blomeyer und Ahmet Engin machen.

Mit dem am Montag ausgelosten potenziellen Achtelfinalgegner KFC Uerdingen, für den er einst selbst kickte, will Ilia Gruev sich übrigens noch nicht beschäftigen: „Erst einmal spielen wir am Mittwoch gegen Rath.“

Autor: Thomas Krystaniak

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