Die Heimpremiere in der neuen Saison der 2. Handball-Bundesliga ist dem Tusem Essen geglückt. Gegen den HC Empor Rostock gewann die Mannschaft von der Margarethenhöhe mit 33:27 (17:16).

TUSEM Essen

Sieg bei Heimpremiere

10. September 2016, 10:10 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Die Heimpremiere in der neuen Saison der 2. Handball-Bundesliga ist dem Tusem Essen geglückt. Gegen den HC Empor Rostock gewann die Mannschaft von der Margarethenhöhe mit 33:27 (17:16).

Die Erleichterung war den Essenern nach der Partie und den ersten gewonnen Punkten anzusehen. Nach den schwachen letzten Wochen gab es nun den ersten Erfolg und der war letztendlich auch verdient. „Es war nicht zwingend ein Leckerbissen“, gestand Tusem-Trainer Stephan Krebietke. Dabei sah er durchaus gute Ansätze seiner Mannschaft, die sich - im Vergleich zur Vorwoche - vor dem gegnerischen Tor wesentlich konsequenter und konzentrierter zeigte.

Dennoch hätte die Begegnung auch leicht zugunsten der Gäste von der Ostsee kippen können. Die Rostocker präsentierten sich kämpferisch und hielten den Tusem bis Mitte der zweiten Halbzeit in Schlagdistanz, doch zu viele Abspielfehler raubten die Kräfte und schließlich auch die Punkte. Knackpunkt der Partie war die 41. Spielminute, in der die Essener durch zwei Zeitstrafen in doppelte Unterzahl gerieten. Eigentlich ein klarer Vorteil für Rostock, doch wieder schlichen sich einfache Fehler ein, was die Gastgeber zu Kontern einlud. Zwei Tore gelangen dem Tusem in Unterzahl, was für die folgenden Minuten sichtlich Rückenwind gab. Allen voran Rechtsaußen Noah Beyer, der eine starke Leistung zeigte, sowie Neuzugang Michael Kintrup und Antreiber Jonas Ellwanger waren wichtige Faktoren für den Essener Sieg. Auch Torwart Sebastian Bliß konnte mit einigen Paraden seiner Mannschaft Sicherheit geben. Letztendlich hatte der HC nicht mehr viel entgegen zu setzen.

„In der zweiten Halbzeit hat unsere Abwehr recht stabil gestanden, das hat uns Ruhe gebracht. Jetzt sind wir alle froh, dass wir die ersten Punkte haben“, lächelte Tusem-Trainer Krebietke. Mit einem noch breiteren Grinsen feierte Dennis Szczesny nach dem Spiel. Der 22-Jährige kehrte nach über einjähriger Verletzungspause zurück in die Sporthalle „Am Hallo“ und konnte vor den 1589 Fans wieder erste Spielpraxis sammeln. „Ich hatte Gänsehaut vor dem Spiel. Ich habe so lange darauf gewartet, endlich wieder zu spielen. Ich war extrem nervös und nicht ganz so locker, wie man eigentlich sein muss. Aber ich war schnell wieder drin“, freute sich Szczesny, dem man diese Nervosität nicht ansah. Immerhin konnte er sich mit einem Treffer belohnen.

Viel Zeit zum Feiern bleibt aber nicht, denn schon am morgigen Sonntag geht es in der Liga weiter. Dann mit einem Auswärtsspiel beim TV Emsdetten. „Wir wollen den Schwung jetzt mitnehmen. Emsdetten hat eine gute Mannschaft, aber wir haben nichts zu verlieren. Jetzt müssen wir schnell die Köpfe wieder freibekommen, dann laufen die Beine auch wieder einfacher“, so Krebietke. Dann trifft der Tusem auch auf einen alten Bekannten: In Emsdetten spielt Georg Pöhle, der noch in der vergangenen Saison für die Essener auflief. Das Wochenende könnte mit einem Sieg also durchaus positiv in Erinnerung bleiben.

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