Die Buchmacher setzen offenbar keinen Pfifferling auf den FC Schalke 04.

Vor dem Bayern-Hit

Fünf Spieler machen Schalke Mut

Thomas Tartemann
07. September 2016, 23:07 Uhr
Foto: firo

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Die Buchmacher setzen offenbar keinen Pfifferling auf den FC Schalke 04.

Für einen Heimsieg am Freitag (20.30 Uhr) im Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Bayern München gibt es bei Wettanbieter „tipico“ die ungewöhnlich hohe Siegquote von 10,0 für die Königsblauen. Für einen Bayern-Sieg werden für zehn Euro Einsatz nur 12,80 Euro ausgezahlt.
So aussichtslos wie bei der 1:5-Klatsche (März 2014) oder den beiden 0:4-Pleiten (Februar und September 2013) ist die Situation diesmal bei weitem nicht. Beim Training unter der Woche machten die Königsblauen einen konzentrierten Eindruck. Die Redaktion nennt fünf Schalker Spieler, die für Freitag Hoffnung machen.

Benedikt Höwedes: Der Abwehrchef weiß noch, wie sich Siege gegen den FC Bayern anfühlen. Er traf 2010 zum 2:0-Endstand. Vor zwei Jahren traf „Bene“ – passenderweise am 2. Spieltag - zum 1:1 gegen Bayern. Weltmeister Höwedes hat seinen Stellenwert durch starke Auftritte in der Nationalmannschaft noch einmal gesteigert, gilt auch in angespannten Situationen als besonnener Typ und ist in der Lage, sein Team mitzureißen. Genau das ist jetzt gefragt.

Nabil Bentaleb: Der neue Balljäger soll im Schalker Mittelfeld zusammen mit Benjamin Stambouli das neue Herzstück bilden. Bentaleb gilt als aggressiver Zweikämpfer, der auch in brenzligen Situationen stets den Überblick behält und mit einem schlauen Pass für den entscheidenden Überraschungseffekt sorgen kann. Der 21-Jährige geht dahin, wo es kracht. „Ich bin auch der Typ für die Drecksarbeit.“ Bentaleb geht unvorbelastet und unbekümmert an das Duell heran. Die Tottenham-Leihgabe sagt: „Bayern wird für uns eine harte Aufgabe. Ich habe aber keine Angst davor.“ Genau mit solchen Typen kann Schalke für den Spitzenreiter extrem unangenehm werden.

Benjamin Stambouli: Im Gegensatz zur zweistelligen Anzahl an Schalke-Profis, die in den vergangenen Tagen mit ihren Nationalmannschaften quer durch die Weltgeschichte düsten, blieb die Neuerwerbung von Paris St. Germain in Gelsenkirchen, saugte alle Abläufe beim FC Schalke 04 auf und machte somit einen ganz wichtigen Schritt zur schnellen Integration. Trainer Markus Weinzierl verteilte nach den intensiven Einheiten ein Fleißkärtchen an seinen Mittelfeld-Mann: „Er macht einen guten Eindruck.“

Max Meyer: Der Youngster hat nach dem olympischen Silbermedaillen-Gewinn in Brasilien auch in der A-Nationalmannschaft enorm Fahrt aufgenommen und kehrte nach dem Freundschaftssiel gegen Finnland (2:0/ein Tor) und dem Quali-Duell in Norwegen (3:0/Jokereinsatz) mit extrem breiter Brust zu seinem Stammverein Schalke zurück.

Klaas-Jan Huntelaar: Alles spricht von Bayern-Star Robert Lewandowski, aber Schalkes Holländer ist auch noch da. Der „Hunter“ hat zwar noch nie in einem Punktspiel gegen den FC Bayern geknipst, aber er will diese Bilanz so nicht stehen lassen. Der 33-Jährige lacht, als er mit dieser Nulldiät konfrontiert wird. „Doch, ich habe schon mal gegen Bayern getroffen, als wir mit der holländischen Nationalmannschaft gegen sie gespielt haben.“

Autor: Thomas Tartemann

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