Erstes Spiel, erster Sieg: Borussia Dortmund ist mit einem Sieg in die neue Saison der Fußball-Bundesliga gestartet.

BVB

Aubameyang macht Dortmund glücklich

Daniel Berg
27. August 2016, 17:37 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Erstes Spiel, erster Sieg: Borussia Dortmund ist mit einem Sieg in die neue Saison der Fußball-Bundesliga gestartet.

Der Vizemeister bezwang bei tropischen Temperaturen den FSV Mainz 05 mit 2:1 (1:0). Beide Treffer erzielte BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang.

Plötzlich war alles rosarot. Schon vor dem Spiel. Die Fans des FSV Mainz 05 hatten bengalische Feuer mitgebracht und brannten diese in den Sekunden vor dem Anpfiff in so großer Zahl ab, dass sich das leuchtende Rot irgendwann in rosafarbenen Qualm verwandelte, der durch das Stadion waberte und die Sichtweite erheblich verkürzte. Als sich der Schleier lichtete, wurde das Fußballspiel von Borussia Dortmund gegen eben jene Mainzer sichtbar. Ein Spiel das 2:1 endete, damit zwar aus schwarz-gelber Sicht das richtige Ergebnis zu Tage förderte, aber eben auch die nicht ganz überraschende Erkenntnis, dass die Welt in Dortmund nach dem Start in die Bundesligasaison eben noch nicht rosarot ist.

Trainer Thomas Tuchel verzichtete in seiner ersten Startformation der neuen Saison wie erwartet auf Europameister Raphael Guerreiro sowie die EM-Nachzügler Julian Weigl und Lukasz Piszczek. Dafür kam Neuzugang Osmane Dembélé auf der rechten Seite zu seinem Debüt in der deutschen Premiumklasse. Daniel Brosinski wird sich noch länger daran erinnern, weil ihn der junge Franzose mit Tempo und Spielwitz mehrfach schwerwiegend düpierte. Über den Neu-Dortmunder entstand auch die erste Chance der Partie: Dembélé flankte, André Schürrle legte den Ball für Pierre-Emerick Aubameyang ab, doch der scheiterte mit seinem Schuss aus acht Metern an Mainz-Keeper Jonas Lössl (16. Minute). Aber nur wenige Augenblicke später ging der BVB doch in Führung. Schürrle flankte gefühlvoll von links auf den zweiten Pfosten, wo Aubameyang heranrauschte und den Ball mit dem Kopf ins Tor wuchtete (17.). Jubel, Salto, 1:0. Eine kühlende Führung bei Temperaturen jenseits der 30 Grad, die zusätzliche Trinkpausen in jeder Halbzeit erforderten.

Doch trotz der Führung tat sich Schwarz-Gelb schwer, spielerischen Fluss in seine Kombinationen zu bekommen. Im dichten Mainzer Mittelfeld verfingen sich die Pässe ein ums andere Mal. Der FSV wurde so nach einer halben Stunde etwas mutiger, ohne gleich ein Höchstmaß an Gefahr auszustrahlen. Die beiden besten Gelegenheiten der Gäste in der ersten Halbzeit waren Schüsse von nahe der Strafraumgrenze. Aber sowohl den Versuch von Fabian Frei (26.) als auch den von Karim Onisiwo (30.) wehrte Dortmunds Torwart Roman Bürki gekonnt ab. Mehr Glück war auch dem neuen Borussia-Kapitän Marcel Schmelzer nicht beschieden, dessen Schuss aus 18 Meter ebenfalls vom Keeper pariert wurde (38.). Der BVB nahme seine knappe, aber nicht unverdiente Führung mit in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff schienen die Dortmunder mit einem zweiten Treffer die Entscheidung herbeiführen zu wollen. Vor allem Schürrle kehrte mit großem Elan aus den Katakomben zurück. Erst strich sein Distanzschuss knapp über das Tor (48.), dann scheiterte er am Fünfmeterraum an den Fäusten von Lössl (57.), ehe seine Vorlage für Sebastian Rode ebenfalls nicht zum zweiten Erfolgserlebnis des Tages führte (59.). Aber zumindest hatte die Führung noch Bestand. Das war nicht selbstverständlich. Zwar überließ Mainz dem BVB Feld und Ball, dennoch tauchte in der 48. Minute Christian Clemens vollkommen frei vor dem Dortmunder Tor auf, schoss aber darüber.

Das blieb die einzige bemerkenswerte Chance der Mainzer im zweiten Durchgang. Und auch die Dortmunder scheuten größeres Risiko in der Offensive. Erst ein Dribbling von André Schürrle brachte noch einmal Gefahr. Onisiwo stoppte den Nationalspieler mit einem Foul im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Aubameyang sicher (89.). Jubel, Salto. Das schien es gewesen zu sein, doch der Mainzer Yoshinori Muto kam plötzlich völlig frei zum Kopfball und besorgte in der Nachspielzeit zumindest noch den Anschlusstreffer. Größere Zweifel am Sieg verursachte er nicht mehr.

Autor: Daniel Berg

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren