Wenn in diesen Tagen der trainingsfleißigste Eishockey-Profi im Ruhrgebiet gewählt werden würde, hätte Jade Gailbrath exzellente Chancen, die Abstimmung für sich zu entscheiden. „Goldene Hände“ lautete ein Urteil von Didi Hegen, Trainer der Füchse Duisburg, über den mit einem Kontrakt bis zum Monatsende ausgestatteten Oberliga-Topscorer der vergangenen Spielzeit.

Füchse Duisburg: Noch kein Vertrag für Gailbrath

Ackern und abspecken

Markus Terbach
24. August 2007, 12:44 Uhr

Wenn in diesen Tagen der trainingsfleißigste Eishockey-Profi im Ruhrgebiet gewählt werden würde, hätte Jade Gailbrath exzellente Chancen, die Abstimmung für sich zu entscheiden. „Goldene Hände“ lautete ein Urteil von Didi Hegen, Trainer der Füchse Duisburg, über den mit einem Kontrakt bis zum Monatsende ausgestatteten Oberliga-Topscorer der vergangenen Spielzeit.

„Zu wenig Laufbereitschaft“ und „vielleicht für DEL-Verhältnisse einige Kilos zu viel“ verheißen die anderen Urteile, weshalb Sportchef Franz Fritzmeier sen. ihm noch eine Trainingswoche zur Bewährung und zum Abspecken gegeben hat. „60:40“ beantwortete Fritzmeier die Frage nach den Vertragschancen des bulligen Künstlers. Besser geht es da Jeff Paul, Dustin van Ballegooie und Justin Cox. Sie erhielten am Montag feste Verträge bei den Füchsen. „Im Trainingslager, mit dessen Verlauf wir sehr zufrieden sind, hat der Trainerstab in Absprache mit Ralf Pape und mir diese Entscheidung getroffen“, erklärte Fritzmeier. „Wir haben bei den Dreien das von uns erwartete Engagement erkennen können und sind mit der von ihnen gezeigten Einstellung sehr zufrieden. Zudem passen sie gut ins Team und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt ebenfalls.“

Was die entscheidenden Kriterien auf dem Eis waren, verdeutlicht Trainer Hegen: „Die Jungs sind in die Zweikämpfe gegangen und da werden sich für uns in der kommenden Saison viele Spiele entscheiden. Reichlich bedeckt halten sich die Verantwortlichen weiterhin, wenn es um Sergey Zavodovsky geht. Der bereits für die komplette kommende Spielzeit verpflichtete Russe traf aufgrund von Visaproblemen verspätet in der Wedaustadt ein und präsentierte sich in schlechter körperlicher Verfassung. Papes Ankündigung, nur Spieler zu lizenzieren, die ihm Enttäuschungen wie in der vergangenen Saison ersparen, könnte kommende Woche Zavodovsky
treffen.

Füchse-Kooperationspartner TEV Miesbach teilte derweil Details der Zusammenarbeit mit den Duisburgern mit. Drei Spieler, zwei Verteidiger und ein Stürmer, sollen Woche für Woche in der Oberliga zum Einsatz kommen. Wer es sein wird, steht noch nicht fest, sehr wohl aber das Domizil. Die nach Oberbayern entsandten Füchse-Cracks werden sich eine WG teilen. Neben den Defensivkräften Michael Hrstka, Martin Rehthaler (Gehirnerschütterung, ab kommende Woche wieder im Training) und Alexander Engel sowie den Angreifern Jan Taube, Markus Schmidt, Tobias Schenkel und Artjom Kostyrev (Adduktoren, fehlt noch etwa zehn Tage) haben auch die Torhüter Lukas Lang und Mirko Theurer eine Förderlizenz erhalten.

Autor: Markus Terbach

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