Der eine oder andere Spieler von Rot-Weiss Essen zeigte sich nach dem Derby beim Wuppertaler SV etwas überrascht über die Gangart der Hausherren.

RWE

Nach "geilem" Derby wartet der Ex-Klub auf Malura

Christian Brausch
10. August 2016, 12:08 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Der eine oder andere Spieler von Rot-Weiss Essen zeigte sich nach dem Derby beim Wuppertaler SV etwas überrascht über die Gangart der Hausherren.

So zum Beispiel Rechtsverteidiger [person=4083]Dennis Malura[/person], der zugeben musste: "Wir waren sehr überrascht, wie Wuppertal gespielt hat. Wir waren auf eine kampfbetonte Partie eingestellt. Aber so griffig und aggressiv in den Zweikämpfen haben wir sie nicht erwartet."

Dementsprechend erklärt sich auch der Spielverlauf. Vor dem Seitenwechsel hatte der WSV ein leichtes Übergewicht und die besseren Möglichkeiten. In der Pause stellte RWE-Coach Sven Demandt seine Elf neu ein, mit Erfolg. Denn der zweite Durchgang gehörte eindeutig der Elf von der Hafenstraße.

Auch Malura stellte fest: "Wir wollten und mussten vor der Pause die Null halten. Wir wussten, der WSV spielt völlig am Limit. Die sind gerannt wie die Verrückten in der ersten Halbzeit. Daher hatten wir nach dem Wechsel ein absolutes Übergewicht." Doch auch auf die eigene Fankurve wollte der erlösende Treffer nicht fallen. Einmal fiel er doch, aber der Schiedsrichterassistent gab den Treffer wegen einer Abseitsposition von Marcel Platzek nicht. Malura: "Das war bitter, ich denke, es war kein Abseits. Wir wären gerne mit neun Punkten gestartet. Aber auch so haben wir einen tollen Saisonstart hingelegt. Wir werden uns sicher nicht beschweren."

Auch die Zuschauer honorierten den Einsatzwillen auf beiden Seiten. Die Teams wurden nach dem Abpfiff von ihren Anhängern gefeiert. Der Rahmen mit über 11.000 Zuschauern stimmte an diesem Dienstag. Auch Malura war begeistert: "Das war geil, aber das haben wir in Essen auch alle 14 Tage. So ein Derby ist immer sehr brisant."

Apropos Brisanz: Für Malura wird es am Samstag wieder eine Partie mit Prickelfaktor. Denn es geht gegen die ehemaligen Kollegen der Kölner Viktoria. Der 32-Jährige wechselte vor der Saison nach Essen, nachdem er feststellen musste, dass die Kölner in der Zukunft nicht zwingend mit ihm planen. Daher erklärte er im RS-Interview: "Die Verantwortlichen haben mir in einem Saisonfazit-Gespräch das Gefühl vermittelt, dass ich keine so gute Serie gespielt hätte und dass der Klub in Zukunft auf meiner Position wohl anders planen würde. Das hat mich schon sehr überrascht. Aber ich habe die Zeichen verstanden."

Es folgte der Wechsel nach Essen und die Erkenntnis, dass hier alles "viel professioneller" sei. Sportlich bewegt man sich allerdings auf Augenhöhe, die Kölner kommen mit dem Rückenwind des ersten Sieges nach Essen. Daher legt sich Malura fest: "Das wird eine sehr knackige Aufgabe. Wir spielen zuhause, wir haben Qualität, daher hoffe ich natürlich auf einen Sieg."

Autor: Christian Brausch

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