In dieser Woche soll entschieden werden, ob Leroy Sane den FC Schalke 04 in Richtung Manchester verlässt. Sein Entdecker, Norbert Elgert, sieht das zwiespältig.

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Bei Sane-Abgang: Elgerts Herz blutet

Marlon Irlbacher
25. Juli 2016, 17:41 Uhr
Foto: firo

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In dieser Woche soll entschieden werden, ob Leroy Sane den FC Schalke 04 in Richtung Manchester verlässt. Sein Entdecker, Norbert Elgert, sieht das zwiespältig.

In der Saison 2014/15 wurden sie zusammen A-Junioren-Meister, nur ein Jahr später wurde Sane in den EM-Kader der Deutschen Fußballnationalmannschaft berufen und durfte beim Halbfinal-Aus gegen Frankreich sogar ein paar Minuten spielen. Er ist nach wie vor einer von Sanes größten Fans: Sein ehemaliger A-Jugend-Coach Norbert Elgert. Der 'Papa' der Knappenschmiede, wie ihn manche nennen, hat damals entscheidend dazu beigetragen, Sane in den Profikader der Königsblauen zu befördern.

[person_box=13777]Sane[/person_box]

Elgert gilt als Vater der Knappenschmiede, die Jugendarbeit des S04, die jedes Jahr vielversprechende Talente in den Profikader der Schalker befördert und neben Sane auch Talente wie [person=1779]Julian Draxler[/person], [person=1425]Manuel Neuer[/person], Mesut Özil oder [person=1436]Benedikt Höwedes[/person] herausgebracht hat. Keiner dieser Spieler läuft noch für den S04 auf, außer Sane und Schalke Urgestein Höwedes. Doch auch das könnte sich diese Woche ändern. Der 20-jährige Wirbelwind steht vor einem Wechsel zu Manchester City in die englische Premier League.

Leroy hat absolut das Potenzial, sich in England durchzusetzen.
Norbert Elgert

Sein 'Schleifer' würde einen Wechsel seines ehemaligen Schützlings sehr bedauern. "Ich muss ehrlich gestehen: Das Fanherz blutet", berichtet Elgert. "Leroy ist eines der größten Talente, die jemals aus der Knappenschmiede hervor gegangen sind. Natürlich wünscht man sich, das solche tollen Spieler dem FC Schalke 04 länger erhalten bleiben. Dennoch ist es auch eine Bestätigung der hervorragenden Arbeit, die hier seit Jahren von vielen Verantwortlichen getätigt wird."

Angeblich sind die Engländer bereit, knappe 50 Millionen Euro für den Shooting-Star der Königsblauen auf den Tisch zu blättern. "Wirtschaftlich ist so ein Transfer auf der anderen Seite natürlich absolut sinnvoll", erklärt Sanes A-Junioren-Coach. "Ich sehe das mit gemischten Gefühlen, denn für den Verein ist es natürlich auch eine Menge Geld. Mit Leroy würde Schalke jedoch einen tollen Jungen verlieren, der absolut über das Potenzial verfügt, sich in England durchzusetzen."

Laut S04-Manager Christian Heidel ist eine Entscheidung in dieser Woche zwar kein "Muss", wird aber von beiden Vereinen aufgrund der Planungen für die kommende Spielzeit angestrebt.

Autor: Marlon Irlbacher

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