Im zweiten Anlauf will der Fabian Schnellhardt beim MSV Duisburg durchstarten. Coach Ilia Gruev sieht den Rückkehrer in einer zentralen Schlüsselrolle

MSV Duisburg

Eine Schlüsselrolle für Fabian Schnellhardt

Thomas Tartemann
20. Juli 2016, 07:37 Uhr
Foto: firo

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Im zweiten Anlauf will der Fabian Schnellhardt beim MSV Duisburg durchstarten. Coach Ilia Gruev sieht den Rückkehrer in einer zentralen Schlüsselrolle

Fabian Schnellhardt überlegt kurz. Dann sagt der Mittelfeldspieler des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg: „Nein, eigentlich hat sich für mich nichts geändert. Ich musste mich hier im ersten Jahr beweisen. Und jetzt muss ich mich wieder beweisen.“

Doch im Gegensatz zu seinem ersten Engagement ist die Situation doch etwas anders. Schnellhardt kam in der Saison 2014/2015 nur auf 14 Drittliga-Einsätze für die Zebras und spielte umgerechnet genau 319 Minuten. Zum Weiterentwickeln zu wenig. Der Mittelfeldmann ließ sich nach dem Zweitliga-Aufstieg des MSV zu Holstein Kiel ausleihen und war für die „Störche“ auf der linken Mittelfeldseite unverzichtbar. Sein Arbeitsnachweis: 35 Einsätze über insgesamt 3047 Spielminuten, fünf Tore, sieben Vorlagen. Vertständlich, dass die Schleswig-Holsteiner heiß darauf waren, „Schnelli“ weiterhin an der Förde zu behalten.

Doch der MSV beorderte seinen Schützling, der noch ein Jahr unter Vertrag steht und darüber hinaus als wichtige Korsettstange an die Zebras gebunden werden soll, zurück. Schnellhardt ist wertvoll für die Zebras. Schließlich bringt er nicht nur Qualität mit, sondern erfüllt als einer der wenigen Kicker die für die 3. Liga eminent wichtigen U-23-Kriterien.

„Ich habe ein Jahr in Kiel regelmäßig gespielt. Dadurch habe ich automatisch ein bisschen mehr Selbstvertrauen“, sagt der junge Familienvater und blickt auf sein erstes Intermezzo an der Wedau zurück: „Natürlich war ich etwas enttäuscht, nicht regelmäßig dabei gewesen zu sein, aber wir sind aufgestiegen und dazu konnte ich zumindest einen kleinen Teil beitragen.“

Jetzt soll Schnellhardt seine Vorzüge energischer einbringen. Anstatt auf der Außenbahn wie in Kiel soll er bei den Zebras eine zentrale Rolle mit Leben füllen. Coach Ilia Gruev: „Ich sehe ihn auf der Sechser- oder Achter-Position. Fabian ist bei der Verbindung zwischen Abwehr und Mittelfeld der offensivere Part. Er hat in der Vorbereitung richtig aufgedreht. Ich kannte ihn noch aus meiner Zeit bei der Erfurter U 19. Damals hatte ich Schnelli kurzzeitig im Schulsport betreut.“

Fabian ist bei der Verbindung zwischen Abwehr und Mittelfeld der offensivere Part.
Ilia Gruev über Fabian Schnellhardt

Auch von anderen Seiten prasselte bereits reichlich Lob auf den Rückkehrer ein. Schnellhardt nimmt die Vorschusslorbeeren fast schon mit nordischer Gelassenheit zur Kenntnis. „Lob ist sicherlich schön“, lächelt er, um dann gleich ernst hinzuzufügen: „Fußball ist ein Tagesgeschäft. Man darf sich nie sicher sein. Gerade bei unserer Konkurrenz darf sich kein Spieler ausruhen.“ Dass die 3. Liga durchaus Irrwege beinhaltet, kennt Schnellhardt aus eigener Erfahrung. Mit Holstein Kiel stand er zwischenzeitlich auf dem letzten Platz. „Beim Saisonfinale haben wir gegen Erfurt verloren und wurden 14. Mit einem Sieg wären wir Achter gewesen.“ Beides Tabellenplätze, die für den MSV verboten sind. Schnellhardt zuversichtlich: „Ich glaube, wir können eine gute Rolle spielen.“

Autor: Thomas Tartemann

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