Der neue Trainer der SGS ist in Essen angekommen. Vom Vorgänger „erbt“ Daniel Kraus ein bestelltes Feld und das Kurzpassspiel

SGS Essen

Kraus kann sich ins gemachte Nest setzen

Benedikt Burgmer
21. Juni 2016, 22:27 Uhr
Foto: Michael Gohl

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Der neue Trainer der SGS ist in Essen angekommen. Vom Vorgänger „erbt“ Daniel Kraus ein bestelltes Feld und das Kurzpassspiel

Daniel Kraus ist in Essen angekommen. Nicht nur in der Stadt, sondern auch bei der SGS Essen. Am Montag begrüßte der Trainer seine neue Mannschaft zum Start der Vorbereitung auf die neue Saison in der Frauenfußball-Bundesliga. „Mir ist noch keine Spielerin näher bekannt, deshalb wollten wir ganz locker starten. Auch die Mädels müssen sich nach der Pause erst einmal wieder finden“, sagte Kraus. Ein paar grundsätzliche Dinge gab er seiner neuen Mannschaft schon mit auf den Weg.

Teamgeist und Disziplin standen bei seiner ersten Ansprache auf der Tagesordnung. Ersteres sieht er ohnehin als Stärke der Essenerinnen. Darüber hinaus wollte er gleich zu Beginn verbindliche Regeln aufstellen. „Ich bin kein Pedant. Es geht um Kleinigkeiten, die zusammenpassen müssen, damit nicht das große Ganze in Gefahr gerät.“ Allzu lange brauchte er dafür denn auch nicht. Anschließend rollte der Ball. „Endlich.“ Denn schon länger habe er dem Trainingsstart freudig entgegen gesehen.

Jede muss die Bereitschaft zeigen, noch einen Tick mehr zu tun, um die Leistung der Vorsaison zu bestätigen
Daniel Kraus

Die Stadt hat der Ex-Torwart bereits erkundet. Vor allem die Zeche Zollverein hat es ihm angetan. „Ich interessiere mich für die Geschichte des Ruhrgebiets und war bestimmt nicht zum letzten Mal dort“, so der gebürtige Leipziger. Harte Arbeit, die verlangt er auch von seiner Mannschaft. „Jede muss die Bereitschaft zeigen, noch einen Tick mehr zu tun, um die Leistung der Vorsaison zu bestätigen.“ Andere Vereine holten sich diesen Tick auf dem Transfermarkt.

Die SGS dagegen hat bisher erst einen Neuzugang: Vom Bundesliga-Absteiger Werder Bremen wechselt Manjou Wilde (21) an die Ardelhütte. Ansonsten darf sich Kraus darüber freuen, dass ihm sein Vorgänger Markus Högner ein bestelltes Feld überlassen hat. Großartige Veränderungen hat der 32-Jährige daher nicht geplant. Die Philosophie des Kurzpassspiels kommt ihm entgegen. „Wir werden den Spielstil beibehalten, aber vielleicht hier und da einen anderen Akzent setzen.“

Genügend Möglichkeiten, das umzusetzen, hat Kraus. Denn die Saisonverbereitung wird insgesamt über zwei Monate dauern. Bundesligastart ist am 4. September. Zehn Testspiele, zwei Turniere und das traditionelle Trainingslager in Lastrup stehen auf dem Plan. Und unter den Gegnern befinden sich viele Prüfsteine wie Ligakonkurrent Bayer Leverkusen, aber auch Lüttich und Heerenveen aus Belgien bzw. den Niederlanden.

Autor: Benedikt Burgmer

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