Partystimmung am Westbahnhof. Einen Tag nach dem Sommerfest der Moskitos Essen hatte am heutigen Sonntag nicht nur

Moskitos Essen: Starker Auftritt beim 7:5-Sieg über Wolfsburg

Pasanen: "Nicht überbewerten"

Aaron Knopp
19. August 2007, 23:46 Uhr

Partystimmung am Westbahnhof. Einen Tag nach dem Sommerfest der Moskitos Essen hatte am heutigen Sonntag nicht nur "Geburtstagskind" Jari Pasanen Grund zu feiern. Denn seine Spieler ließen sich nicht lumpen und präsentierten dem Jubilar einen überzeugenden 7:5 (1:2, 3:1, 3:2)-Sieg über DEL-Aufsteiger EHC Wolfsburg.

Nur eine Woche nach den 2:10-Debakel gegen die DEG Metro Stars lieferten die Stechmücken gegen die Grizzly Adams eine vollauf überzeugende Vorstellung ab. "Man sollte beide Spiele nicht überbewerten", beschwichtigte der Coach, "obwohl heute schon einige Dinge geklappt haben, die gegen Düsseldorf noch nicht funktionierten". Vor allem das von Pasanen geforderte, schnelle Umschalten von Defensive auf Angriff gelang den Cracks schon recht ordentlich. "Das ist für die neuen Spieler natürlich ein ungewohntes System, deshalb bin ich froh, dass das schon so gut klappte", erklärte der frischgebackene 43-Jährige.
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/166-4211_preview.jpeg Die Moskitos-Cracks zeigten sich gegenüber der Vorwoche stark verbessert. (RS-Foto: Neumann)[/imgbox]
Dabei erinnerte speziell im Anfangs-Drittel noch einiges an die Niederlage aus der Vorwoche - folglich lagen die Hausherren schon früh mit 0:2 hinten. "Da hatten wir zu viel Respekt, agierten zu ängstlich, als würden wir gegen eine Übermannschaft spielen". Was aber folgte, begeisterte nicht nur die 1015 Zuschauer in der Eishalle am Westbahnhof, auch der Coach fand lobende Worte für die Moral seiner Mannschaft: "Es war schön zu sehen, wie sie sich wieder aufgerappelt haben". Zunächst erzielte Matt Hubbauer (14:31 Min.) noch im ersten Abschnitt den Anschlusstreffer, ehe Rückkehrer "Calle" Johansson eine Kostprobe seiner Offensivqualitäten gab und das Spiel mit zwei Treffern drehte (24:58, 32:30). "Ungefähr ab der Mitte des zweiten Drittels waren wir die klar bessere Mannschaft", befand der Trainer.

Dabei profitierten die Gastgeber jedoch auch von zahlreichen Überzahlsituationen: Vor allem die Wolfsburger gingen für ein Vorbereitungsspiel überraschend ruppig zu Werke und gastierten fast dauerhaft in der Kühlbox. Unschöner Nebeneffekt der harten Gangart: ESC-Stürmer Hubbauer verlor nach einem Stockschlag von Thomas Gödtel vier Zähne. "Der Kiefer scheint jedoch soweit okay", berichtete Pasanen. Dennoch bewertete er das Match insgesamt nicht als überhart.

Nachdem die Moskitos ihren Vorsprung auch ohne den Kanadier auf 7:3 erhöhten, schlich sich kurz vor Spielende der Schlendrian ein, wodurch die Wolfsburger noch zu zwei Treffern binnen 23 Sekunden auf 7:5 verkürzten. "Da haben wir plötzlich aufgehört zu spielen, das war nicht so schön", sagte der Finne. Letztlich war es jedoch nicht mehr als Ergebniskosmetik, die Stechmücken gewannen ihr drittes Vorbereitungsspiel insgesamt hochverdient. Am kommenden Freitag (20.00 Uhr) gastiert mit den Kassel Huskies nun der Top-Aufstiegsfavorit der kommenden Zweitliga-Saison am Westbahnhof.

Statistik:
Tore: 0:1 (4:57) Wietfeldt (Höhenleitner, Regan), 0:2 (6:43) Sandrock (Wikström/5-4), 1:2 (14:31) Hubbauer (Valenti, Beuker), 2:2 (24:58) Johansson (Valenti/5-4), 3:2 (32:30) Johansson (Valenti/5-3), 4:2 (33:55) Sochan (Puhakka/5-4), 4:3 (36:48) Moravec (Regan), 5:3 (45:37) Müller (Sochan, Sekera), 6:3 (51:02) Bartek (5-3), 7:3 (54:49) Albrecht (Valenti/5-3), 7:4 (59:05) Callander (Kosick, Genze), 7:5 (59:28) Moravec (Sandrock)
Strafen: Essen: 22 + 10 (Johansson) – Wolfsburg: 33 + Spieldauerdisziplinarstrafe (Gödtel) + 10 (Fortin)

Autor: Aaron Knopp

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