Das Bild, das Mesut Özil auf Facebook gepostet hat, ist eher ungewohnt:

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Mesut Özil sorgt mit Mekka-Bild für Aufsehen

pen
23. Mai 2016, 11:29 Uhr
Foto: Screenshot Mesut Özil / facebook

Foto: Screenshot Mesut Özil / facebook

Das Bild, das Mesut Özil auf Facebook gepostet hat, ist eher ungewohnt:

Der deutsche Fußballnationalspieler steht in einem langen weißen Gewand vor der Kaaba. Der Quader im Innenhof der heiligen Moschee in Mekka in Saudi-Arabien ist der zentrale Wallfahrtsort für Muslime. Der einzige Text zum Bild besteht aus einer Aneinanderreihung von Hashtags: #Mecca #HolyCity #SaudiArabia #Islam und #Pray.

Innerhalb von elf Stunden gab auf für den Post 1,4 Millionen Reaktionen, über 56.000 Facebook-Nutzer teilten das Bild. Die Reaktion ist nicht verwunderlich und der Post zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich kein Zufall. Immerhin ist der Star-Fußballer ein Medienprofi, unfassbare 30 Millionen Menschen liken seine Facebook-Seite. Und in weniger als drei Wochen startet die EM in Frankreich.

Özil gibt damit wohl politisches Statement ab

Dort - und auch in anderen europäischen Ländern - kochen seit den islamistischen Terroranschlägen in Paris im November 2015 immer wieder Ressentiments gegen Muslime hoch. Özils Entscheidung, sich öffentlich auf der für Muslime so wichtigen Pilgerreise zu zeigen, dürfte also als durchaus als politisches Statement für Toleranz und Besonnenheit verstanden werden.

Bislang erhielt Özil in den sozialen Medien vorwiegend Zuspruch, die Kommentarleiste quillt über vor Respektsbekundungen. Darunter mischt sich der ein oder andere Kommentar, der Özil als Heuchler diffamiert. Und dem Fußballer wird bewusst sein, dass auch aus rechtspopulistischer Ecke wohl noch Gegenwind wehen wird.

Autor: pen

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