Erster Finalist im diesjährigen Dortmunder Kreispokal ist Westfalia Wickede.

Westfalenliga 2

Wickede auf der Gefühlsachterbahn

13. April 2016, 14:33 Uhr
Foto: Neumann

Foto: Neumann

Erster Finalist im diesjährigen Dortmunder Kreispokal ist Westfalia Wickede.

Daniel Boeven traf eine gute Viertelstunde vor Ende der Partie gegen den FC Brünninghausen zum 1:0. Am 4. Mai trifft der BV im Endspiel auf den Sieger der anderen Halbfinalpartie BSV Schüren gegen Mengede 08/20. „Das war eines der besseren Spiele, die wir in diesem Jahr abgeliefert haben. Wir standen gut und kompakt, konnten uns auch ein kleines Chancenplus erspielen“, resümiert Trainer Marko Schott.

Der Coach fügte aber direkt an: „Ich hätte die letzten beiden Ergebnisse gerne getauscht.“ Denn nur zwei Tage vorher verpasste es sein Team, sich im „Sechs-Punkte-Ligaspiel“ gegen die SG Finnentrop/Bamenohl etwas Luft im engen Abstiegskampf der Westfalenliga 2 zu verschaffen. Mehr noch: Beinahe ging die Partie gegen den Tabellennachbarn trotz einer 1:0-Führung bis zur 80. Minute noch verloren. „Da hat es sich dann gerächt, dass wir ab der 70. Minute nur noch verwalten wollten“, kritisiert Schott. Kurios: Der Coach selber sorgte dafür, dass vor knapp 250 Zuschauern wenigstens ein Punkt im Pappelstadion blieb, Schott traf in der 90. Minute zum 2:2. „Das passiert halt mal. Wenn man sich schon selbst einwechselt, sollte das ja auch eine Wirkung haben“, grinst er.

Nun steht Westfalia aktuell knapp auf einem Nichtabstiegsplatz, die nun folgende Aufgabe könnte aber schwerer kaum sein – es geht zum Spitzenreiter 1. FC Kaan-Marienborn. Die Siegener führen das Klassement mit sechs Punkten Vorsprung an und schauen mit mehr als nur einem Auge Richtung Oberliga. Aber: Aus den beiden letzten Spielen gegen die Liga-Schlusslichter TuS Erndtebrück II und Hedefspor Hattingen holte der Tabellenführer nur zwei Punkte. Schott schielt also auch aufgrund der Erfahrungen aus dem Hinspiel (1:1) in Richtung eines Punktgewinns: „Die sind souveräner Tabellenführer und die stärkste Mannschaft der Liga. Aber wir haben es im Hinspiel schon einmal geschafft, denen einen Punkt abzunehmen, das wollen wir wieder schaffen. Ich hoffe, dass sich das Selbstvertrauen aus dem Pokalspiel positiv bemerkbar machen wird.“

Gut wäre eine Überraschung gegen Kaan-Marienborn auch aufgrunddessen, dass danach die beiden absoluten Schlüsselspiele auf die Wickeder warten. Mit den Partien gegen die Erndtebrücker Reserve und Hedefspor will sich Schott aber aktuell nicht beschäftigen: „Das spielt in meinem Kopf noch keine Rolle. Aber natürlich werden diese Spiele richtungsweisend. Wenn man da nicht gewinnt, hat man es vielleicht auch nicht verdient, in der Liga zu bleiben. Aber soweit gucken wir noch nicht.“

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren