Bezirksligist FC Marl hat eine überraschende Personalentscheidung verkündet.

FC Marl

Fusionsklub vollzieht überraschenden Trainerwechsel

13. April 2016, 10:56 Uhr
Foto: Haselbach

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Bezirksligist FC Marl hat eine überraschende Personalentscheidung verkündet.

Der Fusionsklub wird mit einem neuen Trainer in die nächste Saison gehen. Marco Jedlicka löst Erfolgscoach Henry Schoemaker ab. Der ehemalige Profi von Wattenscheid 09 und Preußen Münster übernimmt zur Vorbereitung im Sommer den Tabellensiebten der Bezirksliga, der in seiner ersten Saison eine ordentliche Rolle in der neuen Liga spielt.

Rüdiger Simon, gemeinsam mit Michael Höfner Sportlicher Leiter bei den Marlern und damit für die Entscheidung verantwortlich, begründet auf RS-Nachfrage: „Henry Schoemaker hat dreieinhalb Jahre einen richtig guten Job gemacht. Es ist allerdings normal, dass sich einige Dinge abnutzen. Deshalb wollten wir etwas Neues machen.“

Dass dieser Schritt nicht allerorts auf helle Begeisterung stoßen würde, hatte Simon einkalkuliert. Schließlich hatte der 52-jährige Niederländer im Verein einen richtig guten Ruf und galt vor allem nach dem Aufstieg im letzten Sommer als unantastbar. Zudem sei mit dem engagierten Coach, der sich weit über seinen eigentlichen Aufgabenbereich für den Verein eingesetzt hatte, eine Freundschaft entstanden. „Das hat es auch so schwierig gemacht, die Entscheidung zu treffen“, führt der FCM-Funktionär aus.

Schoemaker selbst konnte sich zunächst nicht so recht erklären, warum er seinen Platz zum Saisonende räumen muss. „Wenn der Verein einen neuen Weg gehen möchte, respektiere ich das natürlich. Aber ich hätte auch gern meinen aufgezeigt“, gab er sich ein wenig zerknirscht.

Bis zum Sommer allerdings will er voll durchziehen. Das liege schon in der Natur seiner Arbeitseinstellung. „Ich habe in dreieinhalb Jahren zweimal wegen Krankheit gefehlt. Mich hindert so schnell nichts daran, zum Platz zu fahren“, sagt Schoemaker. Eine sofortige Beendigung seiner Aufgabe habe trotz der Enttäuschung nie zur Debatte gestanden: „Dafür hänge ich viel zu sehr am Verein.“

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