Irre, irrer, Westfalia Herne!  Westfalia Herne besiegt Mengede 08/20 nach einem unglaublichen Spiel mit 4:3 – und das nach einem 0:3-Rückstand!

Irre Herner Westfalia

Sieg nach 0:3-Rückstand!

Stefan Bunse
09. April 2016, 20:35 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Irre, irrer, Westfalia Herne! Westfalia Herne besiegt Mengede 08/20 nach einem unglaublichen Spiel mit 4:3 – und das nach einem 0:3-Rückstand!

Total bekloppt, was sich da am Samstag im Stadion Schloss Strünkede abgespielt hat. Noch zum Pausentee schimpften die Herner Zuschauer wie die Rohrspatzen. Auf die Mannschaft und den eigenen Trainer. Bei der anschließenden Pressekonferenz wurde Trainer Christian Knappmann mit Sprechchören begrüßt. [infobox-right]SC Westfalia Herne: Carpentier – Kusakci (78. Gies), Klaas (46. Zakrzewski) , Rieker, Mützel – Zaskoku, Streit – Ferati, Horneffer – Yavuz (58. Weßendorf), Onucka
Mengede 08/20: Fibbe – Schurawski, Malcherek, Tielker, Fels- Schultze-Adler, Adamczok (76. Brewko) , Schultze, Gebauer, Dieckmann – Hibbeln (76. Hoffmann)
Schiedsrichter: Björn Sauer
Zuschauer: 300
Tore: 0:1 Jeffrey Malcherek, 0:2 Hibbeln (FE, 28.), 0:3 Dieckmann (35.), 1:3 Streit (48.), 2:3 Ferati (51.), 3:3 Ferati (67.) , 4:3 Onucka (90.)[/infobox]
Der revanchierte sich beim 3:3 nach einem Traumtor von Fatmir Ferati mit einem Veitstanz vor der Tribüne mit an den Ohren angelegten Händen. „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich sehr emotional bin. Und nach so einer Wende erst recht. Aber so darf ich mich sicherlich nicht verhalten. Ich bitte um Verzeihung“, erklärte der völlig heisere Coach nach den verrücktesten 90 Minuten der Saison. „Knappi“ machte aber auch klar, an wen seine deutliche Geste gerichtet war. „Es gibt Menschen, die kommen nur hierhin, um ihren Frust abzulassen. Dafür habe ich kein Verständnis. Denen galt der Gruß.“ Der überragende Ferati hatte mit einem Traumtor aus 30 Metern auch den 2:3-Anschlusstreffer erzielt (51.). Das 1:3 durch Frederik Streit direkt nach der Pause (48.) hatte Herne nach leblosen 45 Minuten wiederbelebt. Und wie.

Nach dem Siegtreffer durch Marco Onucka zum 4:3 in der Nachspielzeit war Knappmann kaum einzufangen. „ Ich bin unheimlich stolz auf die Moral meiner Mannschaft. Hut ab!“, jubelte der Hüne mit einer Mischung aus Micky-Mouse-Stimme und Reibeisen. „Wer nach einem 0:3 so zurück kommt, der ist ohne Zweifel ein absolut verdienter Sieger“, gratulierte Mengedes Trainer Thomas Gerner fair. „Wir haben in der zweiten Halbzeit zu mutlos und destruktiv gespielt.“

Autor: Stefan Bunse

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