Ein

SC Weitmar 45

"Reanimierungsprozess" in vollem Gange

17. März 2016, 09:07 Uhr
Foto: WAZ-Foto-Pool

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Ein "frohes neues Jahr" erleben bisher die Landesliga-Fußballer des SC Weitmar 45. Zumindest in sportlicher Hinsicht.

Nach einer katastrophal verlaufenen Hinrunde dachten bei den Bochumern viele schon wieder an die Bezirksliga. Ein knappes halbes Jahr nach dem umjubelten Aufstieg in die Siebtklassigkeit standen die Rot-Weißen mit jämmerlichen vier Pünktchen ganz tief im Tabellenkeller. Doch ein 1:1-Remis gegen den Tabellenzweiten BSV Schüren beim letzten Spiel im alten Kalenderjahr war der Beginn einer Positiv-Serie, die seit der Winterpause in beeindruckender Manier fortgeführt wurde. Nach dem 5:1-Kantersieg gegen den SV Hilbeck am vergangenen Sonntag ist der SC nunmehr fünf Spiele ohne Niederlage und holte in diesen starke elf Punkte. Der Abstand auf SW Wattenscheid 08, sprich: auf den ersten Nichtabstiegsplatz 13, ist bereits auf vier Zähler geschmolzen.

"Die Brust wird bei allen zunehmend breiter"
Axel Sundermann

„Wir haben uns mit Leuten wie Danny Hustert, Kamil Kokoschka und Max Verres im Winter deutlich verstärken können, zudem kamen zwei wichtige Langzeitverletzte zurück“, erklärt Trainer Axel Sundermann. „Zudem wird nach solchen Erfolgserlebnissen die Brust bei allen Spielern natürlich zunehmend breiter“, ergänzt er. Insbesondere der jüngste Erfolg gegen Hilbeck machte Eindruck, denn das Hinspiel gegen denselben Gegner ging mit einem deftigen 1:9 verloren. „Für uns war es wichtig, Wiedergutmachung zu betreiben und gegen Hilbeck eine Reaktion zu zeigen. Das ist uns eindrucksvoll gelungen. Der Gegner war zwar auch ersatzgeschwächt, aber das soll unsere tolle Leistung nicht schmälern“, resümiert Sundermann zufrieden.

Und auch die Glücksgöttin Fortuna präsentiert sich anscheinend nunmehr etwas häufiger am Waldschlößchen, als dies noch in der Hinrunde der Fall war. „Da kriegen wir den Anschluss zum 1:2 rein und zwei Minuten später wird eine Bogenlampe von Kokoschka immer länger und länger und geht dann vom Innenpfosten zum 3:1 rein. Ich weiß nicht, ob wir das in der Hinrunde auch so hätten machen können. Aber momentan läuft sowas für uns und ich denke, dass wir uns dieses Glück in den letzten Wochen auch hart erarbeitet haben“, sagt der Coach.

Um den positiven Trend zu bestätigen, muss das Team aus dem Bochumer Südwesten nun unbedingt nachlegen, es geht schließlich zum Serienabsteiger TuS Heven, der aktuell schon wieder abgeschlagen Tabellenletzter ist. Sundermann weiß um die ungewohnte Rolle, in der sich sein Team am kommenden Sonntag befinden wird: „Das ist jetzt das erste Saisonspiel, in das wir als Favorit reingehen. Wir müssen fokussiert und konzentriert agieren und alles daran setzen, auch da drei Punkte zu holen. Unterschätzen dürfen wir die nicht, denn Heven ist und bleibt ein Westfalenliga-Absteiger.“

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