Dem 1. FC Mönchengladbach gelingt am 20. Spieltag in der Oberliga Niederrhein die Sensation mit dem 1:0-Erfolg beim Wuppertaler SV.

In Wuppertal

1. FC Mönchengladbach gelingt die Sensation

Matthias Drees
06. März 2016, 19:14 Uhr
Foto: Tillmann

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Dem 1. FC Mönchengladbach gelingt am 20. Spieltag in der Oberliga Niederrhein die Sensation mit dem 1:0-Erfolg beim Wuppertaler SV.

Gästetrainer Stephan Houben sprach von einem besonderen Spiel für seine Mannschaft gegen den Wuppertaler SV vor rund 2000 Besuchern. "Meine Mannschaft hatte erstmalig in ihrem Leben die Möglichkeit vor einer solchen Kulisse zu spielen und hatte am Anfang natürlich auch Probleme damit," meinte der Coach angesprochen auf die hektische Anfangsphase seines Teams.

Im Anschluss haben seine Jungs immer besser in die Begegnung gefunden: "Unser Plan war es, unser Heil in der Offensive zu suchen und sporadisch immer wieder mal einen Angriff zu setzen. In einer Situation hätten wir vielleicht einen Elfmeter zugesprochen bekommen können."

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war Houben dann selbst etwas überrascht von seinem Team. "Ich glaube, wir haben hier ein Spiel mit zwei Mannschaften gesehen, die sich einen offenen Schlagabtausch geliefert haben und gleichermaßen Chancen herausspielten. Auch wenn ich hinterher nicht mehr das Gefühl hatte, dass uns Wuppertal zwingend in Gefahr bringen wollte. Mit meiner Mannschaft bin ich deshalb hochzufrieden. Wir schießen am Ende das glückliche Tor in der 84. Minute durch Drilon Istrefi."

Trotz der guten Ergebnisse gegen die Top-Teams aus Schonnebeck, Uerdingen und Wuppertal übte der Trainer auch Kritik an seiner Truppe, denn: "Langsam aber sicher müssen wir mal die Charakterfrage stellen, warum wir gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich verlieren. Wenn wir das in den Griff kriegen, dann stünden wir weitaus besser dar. Das muss ich bei aller Freude über den heutigen Sieg mit meiner Mannschaft mal besprechen."

WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen gratulierte seinem Kollegen:
"Glückwunsch an den 1. FC Mönchengladbach zu einem schlussendlich verdienten Sieg. Wir hatten den Gegner mehrmals beobachtet und wussten von seiner positiven Bilanz gegen die Teams der oberen Tabellenhälfte."

Der Wuppertaler Coach berichtete von einigen Schwierigkeiten während der Woche. "Der Trainingsbetrieb war nicht einwandfrei möglich. Wir hatten keine einfache Woche hinter uns. Trotzdem muss es unser Anspruch sein, an so einem Tag ein besseres Spiel abzuliefern. Nach guter Anfangsphase haben wir komplett unsere Linie verloren," konstatierte er.

Sein Zusatz: "Mit fortschreitendem Spiel haben wir den Gegner nicht in Verlegenheit gebracht. Insgesamt haben wir nicht konsequent genug gegen den Ball gearbeitet. Deshalb: Glückwunsch an Mönchengladbach zum verdienten Sieg. Die Niederlage wird uns nicht umwerfen. Die Mannschaft hat genug Charakter, um das zu verarbeiten."

Autor: Matthias Drees

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