Dieses Sprücheduell hat nicht gehalten, was es versprochen hat. Am Sonntag trennten sich Blau-Weiß Oberhausen und der FC Remscheid 2:2 (2:2).

Das Sprüche-Duell

Möllmann hat am Mikro die Nase vor Legat

Krystian Wozniak
06. März 2016, 19:54 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Dieses Sprücheduell hat nicht gehalten, was es versprochen hat. Am Sonntag trennten sich Blau-Weiß Oberhausen und der FC Remscheid 2:2 (2:2).

Mit Spannung erwartet worden war die Partie vor allem aufgrund der vorherigen verbalen Scharmützel der beiden Trainer Thorsten Möllmann und Thorsten Legat. Am Spieltag redete aber zunächst nur einer von beiden.

Man konnte sich zwischenzeitlich fragen, wer von den beiden Trainern denn nun der Promi ist, denn das anwesende Kamerateam vom Westdeutschen Rundfunk konzentrierte sich fast über die komplette Spielzeit auf Möllmann und nicht auf den Ex-Profi Legat.

Das war aber wenig verwunderlich, denn der BWO-Coach war am Spielfeldrand wie gewohnt eine Attraktion und ließ einen lockeren Spruch nach dem anderen los. "Das ist hier kein Hallen-Jojo", bekam etwa der Schiedsrichter zu hören, als er einen Freistoß gegen Oberhausen pfiff.

Legat hielt sich hingegen überraschend zurück. Auch als ihm ein Zuschauer in der Pause zurief: „Die Helena ist da!“, ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Die Scharmützel mit TV-Anwältin Helena Fürst im Dschungelcamp hat Legat offensichtlich hinter sich gelassen. Er konzentrierte sich ganz auf den Sport.

Der Remscheider Trainer wollte direkt nach dem Spiel lieber nichts sagen. Er machte fleißig Fotos mit zahlreichen der über 800 Zuschauer, verschwand dann direkt in der Kabine. Wir erreichten ihn am Abend per Telefon, wo er sich aber lediglich zum Sportlichen äußern wollte. Zu Möllmann sagte er nur: "Ich habe diesen ganzen Rummel vor dem Spiel nie verstanden. Ich habe nichts über diesen Menschen gesagt. Ich kenne ihn gar nicht."

Möllmann gab seinerseits Interview um Interview und war dabei wie gewohnt von sich selbst überzeugt. Er ließ verlauten: "Ich glaube, in der Bundesliga gibt es Trainer, die haben nicht so viel Qualität wie ich. Ich weiß, wann ich die Mannschaft packen muss, ich weiß, wie man mit ihr spricht und dass man - wenn es nötig ist - auch mal Hektik ins Spiel bringen muss. Aber nach den 90 Minuten ist alles vergessen."

Das sah Legat offensichtlich anders. Die Hand hat er Möllmann jedenfalls nicht gegeben. Der zeigte sich enttäuscht, dass sein Trainerkollege jeglichen Kontakt zu ihm vermied. „Legat ist mir aus dem Weg gegangen. Das ist schade, ich hätte gerne mal einen Ex-Profi getroffen.“

Eine Erklärung dafür, warum Legat so handelte, hatte Möllmann auch: „Sein Berater wird ihm gesagt haben, er soll sich zurückhalten. Er wusste wohl, dass ich ihm eine Länge voraus bin.“ Immerhin das Sprücheduell hat einen Sieger gefunden...

Autor: Krystian Wozniak

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