Zwei Wochenenden hat die Frauen-Bundesliga jetzt Pause. SGS Essens Manager Willi Wißing nutzt die Zeit und schaut sich nach potenziellen neuen Trainern um.

SGS Essen

Auf der Suche nach einem neuen Trainer

02. März 2016, 12:07 Uhr
Foto: Kristina Steffens

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Zwei Wochenenden hat die Frauen-Bundesliga jetzt Pause. SGS Essens Manager Willi Wißing nutzt die Zeit und schaut sich nach potenziellen neuen Trainern um.

4:1 gewann die SGS am Sonntag beim FF USV Jena. Damit konnten die Essenerinnen die Konkurrenz auf Abstand halten, genau so, wie es sich Trainer Markus Högner noch im Vorfeld der Partie gewünscht hatte. Gemütlich werden die nächsten Wochen an der Ardelhütte aber wohl trotzdem nicht sein. Vor allem Willi Wißing dürfte ein wenig Arbeit vor der Brust haben. Der Manager schaut sich nach einem neuen Trainer um.

Högners Vertrag läuft Ende der Saison aus. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass Essens Coach ein Angebot vom DFB hat, wonach er ab September als Co-Trainer von Neu-Bundestrainerin Steffi Jones fungieren soll. Ein Angebot hat er aber auch von der SGS erhalten. Gerne würden die Essener mit Högner verlängern. Nachdem er im Juli 2010 das Amt bei den Schönebeckerinnen übernommen hatte, ging es stetig bergauf mit dem Verein. Der Höhepunkt kam im Jahr 2014, als er die SGS sogar ins DFB-Pokalfinale führte. Aus einem Abstiegskandidaten hat Högner in den letzten fünfeinhalb Jahren eine ernstzunehmende Mannschaft geformt.

Klar, dass Wißing diesen Trainer nur ungerne ziehen lassen würde. Doch so langsam muss der Essener Manager handeln. Ewig kann er nicht mehr auf Högners Entscheidung warten. "Der Trainer unterschreibt nicht", erklärt Wißing. "Dann müssen wir uns eben anders umgucken." Hierfür haben die Klub-Verantwortlichen jetzt unter anderem Anzeigen im Internet geschaltet. "Für unser Team der SGS Essen suchen wir zum 01.07.2016 eine/n engagierte/n Fußball-Lehrer/in", heißt es darin. Veröffentlicht haben die Essenerinnen die Stellenausschreibung unter anderem auf der Homepage des Bund Deutscher Fußball-Lehrer (bdfl). "Wir warten jetzt einfach ab und sondieren schon mal ein bisschen, welche Möglichkeiten es gibt", erklärt Wißing. An der Nase herumführen lassen will sich die SGS schließlich auch nicht. Und einige interessante Bewerbungen waren auch schon dabei.

Bis Juli ist es zwar noch ein wenig hin, doch Sicherheit in der Trainerfrage würde auch die Vertragsverlängerungen mit den Spielerinnen vereinfachen. Und Högner? Der erklärt lediglich: "Ich habe noch keinen Vertrag beim DFB unterschrieben." Für das Vorgehen seines (Noch-)Arbeitgebers hat er trotzdem volles Verständnis: "Die SGS muss sich umhören." Mal abwarten, wer zuerst Vollzug in Sachen Trainer vermeldet, die Essener oder der DFB...

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