Am Montag geht es für den FC Schalke zehn Tage in die USA. Viel Training, zwei Testspiele und die Eroberung eines neuen Marktes stehen auf dem Programm

Schalke

Am Montag geht es für zehn Tage in die USA

Manfred Hendriock
03. Januar 2016, 19:04 Uhr
Foto: firo

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Am Montag geht es für den FC Schalke zehn Tage in die USA. Viel Training, zwei Testspiele und die Eroberung eines neuen Marktes stehen auf dem Programm

Einige Spieler und Trainer André Breitenreiter sind nach ihrem Urlaub in den USA schon vor Ort, die anderen fliegen an diesem Montag: Um 13.40 Uhr startet Schalke von Frankfurt aus nach Orlando in Florida, wo bis zum 14. Januar das Trainingslager ansteht. Im „Sunshine State” will sich Schalke für die Rückrunde fit machen – und sich gleichzeitig in Amerika präsentieren.

In den vergangenen vier Jahren hatte Schalke die Wintervorbereitung im politisch umstrittenen Katar absolviert – diesmal also in Florida, wo die Königsblauen vor 26 Jahren schon einmal zu Gast waren: Damals, im Januar 1990 kam Schalke als Zweitligist mit Peter Neururer als Trainer nach Miami – heute kann man die Marke eines Europapokal-Teilnehmers in den Staaten vorstellen. Schalke hat außerhalb des Trainingsbetriebes eine ganze Reihe von Aktivitäten geplant, auch der komplette Vorstand fliegt mit. Marketing-Vorstand Alexander Jobst betont allerdings, dass es sich bei dem US-Trip nicht um eine Werbetour handelt – Mannschaft und sportliche Leitung hätten einfach für ein anderes Trainingslager plädiert: „Nach vier Jahren in Katar war so ein Tapetenwechsel gewünscht.”

Insgesamt ist Schalke zehn Tage vor Ort, am 14. Januar geht es zurück nach Deutschland. Im Mittelpunkt des Aufenthalts steht die Teilnahme am Florida-Cup, einem Einladungsturnier, bei dem auch Bayer Leverkusen dabei ist – allerdings kommt es nicht zum direkten Duell zwischen den beiden Bundesligisten. Schalkes Gegner sind die Fort Lauderdale Strikers als Lokalmatador (10. Januar Ortszeit) und Atletico Mineiro aus Brasilien (13. Januar). Das Turnier wird international vermarktet und von vielen TV-Stationen übertragen.

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Schalkes Trainer André Breitenreiter hofft, dass er während der beiden Turnierspiele noch einige Neuzugänge integrieren kann, auch die noch länger verletzten Spieler fliegen mit, um im Kreise der Mannschaft zu trainieren (siehe Extra-Text). Trainiert wird in der Regel zweimal am Tag auf dem Gelände des ESPN Wide World of Sports Complex.

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Daneben hat Schalke öffentliche Auftritte im Disney Themen Park in Orlando und beim NBA-Spiel von Orlando Magic gegen Washington Wizzards am 9. Januar. Da werden sich bei einem Shoot out jeweils zwei Spieler von Schalke und von Bayer Leverkusen beteiligen – wenigstens hier kommt es zu einem kleinen Duell. Außerdem hat Schalke für einen Abend alle in den USA lebenden Schalke-Mitglieder eingeladen; das sind etwa 90 Personen, von denen die Hälfte zugesagt hat.

Neuer Ausrüster gesucht

Man kann es wohl so auslegen, dass Schalke in Amerika das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet: Die Mannschaft bekommt nach vier Jahren Katar eine neue Umgebung fürs Trainingslager, und der Vorstand kann die Marke Schalke auf einem neuen Zielmarkt präsentieren. Schließlich ist es längst kein Geheimnis mehr, dass sich Schalke nach einem neuen Ausrüster umsieht, wenn der Vertrag mit Adidas im Jahr 2018 ausläuft. Ein potenzieller Kandidat ist das US-Unternehmen „Under Armour” – da kann es nicht schaden, sich schon mal auf dessen Heimatmarkt vorzustellen. Jobst denkt in solchen Fällen gerne einen Schritt weiter und sagt: „In den USA sind viele spannende Unternehmen beheimatet, deshalb ist es ein interessanter Markt für uns, den wir kennenlernen.”

Autor: Manfred Hendriock

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